Vergleichsweise sehr flauer Wahlkampf

Noch selten hat ein Wahlkampf so wenig Wellen geworfen. Der Wahlkampf 2011 sei, im Vergleich mit demjenigen vor vier Jahren, absolut flau, sagt der Politexperte Iwan Rickenbacher. Abgesehen von der SVP geben sich die Parteien eher zurückhaltend.

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Eher dürftig besuchter Wahlevent der Neuen Luzerner Zeitung am Samstag auf dem Kornmarkt in Luzern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Eher dürftig besuchter Wahlevent der Neuen Luzerner Zeitung am Samstag auf dem Kornmarkt in Luzern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Wahlen scheinen offenbar nur wenige zu interessieren. Politbeobachter stellen im laufenden Wahlkampf grosse Zurückhaltung fest - und zwar sowohl seitens der Parteien als auch seitens der Bevölkerung. Einer von ihnen ist der Schwyzer Politexperte Iwan Rickenbacher. Der Wahlkampf 2011 sei absolut flau, sagt der Politexperte. Diverse Bundesparlamentarier hätten ihm diesen Eindruck bestätigt, so Rickenbacher. «Sie erzählen mir, dass Wahlveranstaltungen schlecht besucht seien und dass es schwierig sei, die Leute zu erreichen.»

Auch sei es augenfällig, dass sich die Parteien kaum exponieren würden. Was laut Rickenbacher ein Versäumnis ist: Parteien oder ihre Exponenten könnten «zu Hause» in ihrem Kanton durchaus punkten, wenn sie auch regionale Themen aufgreifen würden.

«Die Grünen und Linken etwa, die dafür bekannt sind, sich für die Stärkung des öffentlichen Verkehrs einzusetzen, könnten ihrer potenziellen Wählerschaft beispielsweise versprechen, sich in Bern für die Realisierung des Luzerner Tiefbahnhofes starkzumachen.» Tun sie aber nicht. «Stattdessen gibt man sich mit allgemeinen Wahlkampf-Floskeln zufrieden - so wie alle anderen Parteien übrigens auch», so Rickenbacher.

Pascal Imbach/kst

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.</em>