VERKAUF XUNDHEIT: Xundheit ist Groupe Mutuel 5 Millionen wert

Groupe Mutuel will die Xundheit kaufen – und verspricht, in Luzern Arbeitsplätze zu schaffen. Über das Vorgehen der Stadt ist das Unternehmen erstaunt.

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Das Logo der Groupe Mutuel am Firmensitz in Martigny. (Bild Keystone)

Das Logo der Groupe Mutuel am Firmensitz in Martigny. (Bild Keystone)

«Bitte nehmen Sie Kenntnis davon, dass wir bereit sind, für die Xundheit einen Betrag von mindestens 5 Millionen auszugeben. Diese Summe kann sich selbstverständlich noch erhöhen»: So stehts in einem eingeschriebenen Brief, den die Groupe Mutuel am 18. Juni an die Stadt geschickt hat. Der Stadtrat will die Xundheit, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt, an die Concordia verkaufen – zu einem Preis von 3 Millionen.

«Ausschreibung hätte Sinn gemacht»
Die Groupe Mutuel beabsichtigt, in der Zentraschweiz vermehrt Fuss zu fassen, wofür die Struktur der Xundheit mit Personal und Büros in der Stadt ideal wäre, wie es im Brief heisst. Im Schreiben zeigt sich die Groupe Mutuel erstaunt, dass der Stadtrat den Verkauf nicht öffentlich ausgeschrieben hat. «Auch wenn er dazu nicht verpflichtet ist, hätte eine Ausschreibung Sinn gemacht, nur schon wegen des Preises», sagt Thomas Grichting, Generalsekretär der Groupe Mutuel. Das Unternehmen bat den Stadtrat denn auch, «von einer raschen Entscheidung abzusehen und die Ausschreibung im Interesse aller noch nachzuholen». Im Brief wird betont, dass die Arbeitsplätze in Luzern ausgebaut würden, sollte die Groupe Mutuel den Zuschlag erhalten. Das Unternehmen zählt 850'000 Versicherte (Xundheit: 36'000).

Martin Messmer

HINWEIS
Die Debatte des Grossen Stadtrats findet heute ab 9 Uhr im Rathaus am Kornmarkt statt. Der geplante Xundheit-Verkauf ist auf 10.15 Uhr traktandiert. Die Debatte ist öffentlich.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.