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VERKEHR: 55 registrierte Unfälle in nur einem Jahr

Der Autobahnabschnitt Luzern/Rotkreuz ist nur knapp 15 Kilometer lang. Trotzdem kam es dort 2014 wöchentlich zu Unfällen. Was ist los vor den Toren der Stadt Luzern?
Auf Luzerner Strassen ereigneten sich am Donnerstagmorgen gleich mehrere Verkehrsunfälle. (Symbolbild Neue LZ)

Auf Luzerner Strassen ereigneten sich am Donnerstagmorgen gleich mehrere Verkehrsunfälle. (Symbolbild Neue LZ)

Thomas Heer

Wie fast jeden Tag beschleunigt Ar­mando Quattrocchi seinen Dogde auf der Einspurstrecke zur A 14 bei Buchrain. Es ist Freitagmorgen vergangener Woche kurz nach 7 Uhr. Quattrocchi fährt nur wenige 100 Meter auf der rechten Fahrbahn Richtung Luzern, als er die ersten Fahrzeuge mit eingeschalteten Warnblinkern registriert. Nichts Ungewöhnliches zu dieser Tageszeit wieder einmal ein Stau. Er bremst sein Fahrzeug ab und reiht sich ein in den zähflüssigen Kolonnenverkehr.

Als erfahrener Autolenker blickt Quattrocchi regelmässig in den Rückspiegel. Und plötzlich überkommt ihn ein mulmiges Gefühl. Von hinten nähert sich ein schwarzer PW mit relativ hoher Geschwindigkeit. Das Fahrzeug kommt auf der linken Spur herangebraust, kann nicht mehr rechtzeitig abgebremst werden und prallt in einen weiss lackierten Kleinwagen. Die Airbags krachen, der Schaden ist erheblich.

Abschleppunternehmer bedauert

Wenige Minuten verstreichen, dann ist eine Polizeieinheit vor Ort. Es ist bereits das zweite Mal, dass die Sicherheitskräfte an diesem Morgen auf der A 14 ausrücken müssen. Denn kurz vor sieben Uhr kams zum ersten Unfall auf dem Abschnitt Buchrain und dem Rathausentunnel. Und um zirka 7.30 Uhr gabs für die Polizei noch ein weiteres Mal Arbeit: Der dritte Crash auf der A 14 an diesem Morgen muss bei der Verzweigung Gisikon/Root abgewickelt werden.

Die folgende Frage richtet sich an einen Abschleppunternehmer aus dem Rontal: «Sind Sie zuständig für den Abtransport der Unfallfahrzeuge auf der A 14?» Der Mann verneint und fügt an: «Diesen Auftrag hätte ich aber gerne.»

Das Bedauern des Geschäftsmannes ist durchaus nachvollziehbar. Zählt die A 14 doch zu den absoluten Unfall-Hotspots in der Zentralschweiz. Gemäss einer Auswertung von Via Suisse einem Unternehmen von TCS, SBB und dem Schweizer Radio und Fernsehen, welches Verkehrsinformationen verarbeitet und publiziert – kam es allein im vergangenen Jahr auf den knapp 15 Kilometern der A 14 zwischen Luzern und der Verzweigung Rütihof bei Rotkreuz zu 55 gemeldeten Unfällen.

Hohe Dunkelziffer

Das dürfte aber längst nicht alles sein. Denn jene Unfälle, bei denen keine Personen zu Schaden kamen und zwischen den Parteien ohne Beizug der Polizei bilateral erledigt wurden, sind in der Via-Suisse-Statistik nicht aufgeführt.

Warum aber kracht es im Durchschnitt mehr als einmal pro Woche auf diesem gut ausgebauten und nicht sonderlich unübersichtlichen Autobahnabschnitt? Thomas Rohrbach, Sprecher beim Bundesamt für Strassen, sagt dazu: «Der Verkehr auf diesem Abschnitt hat in den letzten Jahren sehr stark zugenommen.» Allein zwischen 2012 und 2013 wurde ein Anstieg von 5,2 Prozent gemessen. Ein Jahr zuvor waren es im Vergleich zur Vorjahresperiode gar 9,4 Prozent.

Für Franz-Xaver Zemp, Chef Fachbereich Verkehr bei der Luzerner Polizei, ist der Zusammenhang klar. Er erklärt: «Aufgrund der zunehmenden Verkehrsdichte auf der A 14 kommt es regelmässig zu Verkehrsunfällen wegen ungenügender Abstände und mangelnder Aufmerksamkeit. Die Verkehrsteilnehmenden werden zunehmend gefordert.»

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