VERKEHR: Auf der A14 passieren die meisten Unfälle

Auf der Autobahn A14 zwischen Buchrain und der Verzweigung Rotsee passierten 2014 die meisten Unfälle im Kanton Luzern. Unser Überblick zeigt, wo es am häufigsten kracht und was Bund und Kanton dagegen machen wollen.

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Unfall zwischen drei Autos am 16. Januar 2014 beim Autobahnanschluss Gisikon. (Bild: Zuger Polizei)

Unfall zwischen drei Autos am 16. Januar 2014 beim Autobahnanschluss Gisikon. (Bild: Zuger Polizei)

Ein Unfallschwerpunkt ist die Autobahn A14 vor dem Rathausentunnel bei Ebikon. Alleine dort kam es im vergangenen Jahr zu 16 Unfällen, insbesondere zu Auffahrunfällen wegen Staus. Das Bundesamt für Strassen erarbeitet entsprechende Massnahmen, wie aus der am Donnerstag publizierten Verkehrsunfallstatistik der Luzerner Staatsanwaltschaft hervorgeht.

Platz 1: A14 zwischen Buchrain und der Verzweigung Rotsee, 16 Unfälle im Jahr 2014, meist Auffahrunfälle (Bild: Zuger Polizei)
10 Bilder
Platz 2: Kriens, Ränggloch - Horüti - Blatten, 11 Unfälle. (Bild: Google Maps)
Platz 3: A2 Knutwilerhöhe, 10 Unfälle. (Bild: Luzerner Polizei)
Platz 4: Luzern, Bundesplatz, 9 Unfälle. (Bild: Corinne Glanzmann)
Platz 5: Sursee, Anschluss A2, 9 Unfälle. (Bild: Luzerner Polizei)
Platz 6: Sursee, Kreisel Bifang, 9 Unfälle. (Bild: Pius Amrein)
Platz 7: Root, Bahnhofstrasse, 7 Unfälle, hier bei Belagsarbeiten Mitte Mai 2014. (Bild: René Meier)
Platz 8: Verbindungsrampe Autobahn A2-A14, Buchrain-Rothenburg, 7 Unfälle (Bild: Google Maps)
Platz 9: Wolhusen, Verzweigung Ruswilerstrasse, 6 Unfälle. (Bild: Google Maps)
Platz 10: Gunzwil, Beromünster - Kantonsgrenze Aargau, 5 Unfälle. (Bild: Luzerner Polizei)

Platz 1: A14 zwischen Buchrain und der Verzweigung Rotsee, 16 Unfälle im Jahr 2014, meist Auffahrunfälle (Bild: Zuger Polizei)

Im folgenden eine Zusammenstellung der Unfallschwerpunkte im Kanton Luzern und die Massnahmen, die geplant sind oder bereits umgesetzt wurden.

1) A14 Buchrain - Verzweigung Rotsee (Unfälle 2014: 16, Unfälle 2013: 26)

Mit der Eröffnung des Anschlusses Buchrain hat der Verkehr auf der A14 weiter zugenommen. An Werktagen entsteht vor dem Tunnel Rathausen allabendlich stockender Verkehr bis Stau. Insbesondere die Auffahrunfälle sind weiterhin auf hohem Niveau. Zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain ist bezüglich Erneuerung der Signalisation ein Ergänzungsprojekt in Ausarbeitung.

2) Kriens, Ränggloch - Horüti - Blatten (11/10)

Das Sanierungsprojekt Ränggloch–Horüti ist im Bauprogramm Topf A. Die Hauptarbeiten finden 2015-2018 statt. Das Projekt Horüti–Blatten ist im Topf B enthalten. Es sind ein Kreisel und Verkehrsmassnahmen für den Veloverkehr vorgesehen. Baubeginn frühestens 2018.

3) A2, Knutwilerhöhe (10/6)

In den letzten drei Jahren ereigneten sich auf diesem Autobahnabschnitt vermehrt Auffahrunfälle. Die Autofahrer argumentierten einerseits mit Sonnenblendung und teilweiser Sichtbarkeit von früheren Markierungen. Zur Überbrückung (Sanierung ist in Planung) wurde 2014 ein dünner Deckbelag angebracht.

4) Luzern, Bundesplatz (9/7)

Velowege und Optimierung der Leistungsfähigkeit im Topf B und C, frühestens 2019. Aufgrund der geplanten Verkehrsumlegungen wurden im Jahr 2014 Sofortmassnahmen (sanfte Umgestaltung im Bereich Moosstrasse-Bundesplatzkreisel) umgesetzt. Weitere Sofortmassnahmen im Jahr 2015. Totalsanierung frühestens 2019.

4) Sursee, Anschluss A2 (9/7)

Ende 2013 wurde bereits die Markierung im Bereich des nördlichen Anschlusses geändert mit dem Ziel eines besseren Verkehrsflusses. Beim südlichen Anschluss wurden vorwiegend Abbiegeunfälle verzeichnet. Die auf der Surentalstrasse geradeaus fahrenden Autofahrer werden übersehen und der Vortritt nicht gewährt. Massnahmen sind in Prüfung.

4) Sursee, Kreisel Bifang (9/5)

Die Umgestaltung hat sich aufgrund der Unfallzahlen noch nicht bewährt. Die bestehenden Provisorien werden gleichzeitig mit dem Umbau des Kreisel Kotten definitiv realisiert.

7) Root, Bahnhofstrasse (7/12)

Das Sanierungs- und Ausbauprojekt ist abgeschlossen. Im Verlauf der Bauphase haben sich die Unfälle reduziert. Die diesbezügliche Weiterentwicklung wird die Polizei beobachten müssen.

7) Ebikon, Verbindung A2 / A14 (7/2)

Im Jahr 2012 wurde auf der Verbindungsrampe, nebst weiteren Massnahmen (grössere Kurvenblenden, Leuchtbänder, rundere Markierung), eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h verfügt.

9) Wolhusen, Bahnhofstrasse (6/6)

Die Verkehrsführung führt teilweise zu heiklen Verkehrssituationen. Zur Zeit ist ein Projekt zur Umgestaltung der Einmündung in einen Kreisel in Planung. Projekt im Topf A. Umsetzung frühestens 2018.

10) Gunzwil, Beromünster - Kantonsgrenze Aargau (3/5)

Im Bauprogramm 2015–2018 für die Kantonsstrassen sind Massnahmen für den Veloverkehr zwischen Beromünster und Gunzwil beschrieben. Projekt im Topf A. Umsetzung frühestens 2018. Für den Langsamverkehr wurde die Verkehrssicherheit mit einem Velo- und Gehweg auf dem alten Bahntrasse verbessert. Im letzten Jahr wurden die Kurvenleitelemente und Leitpfosten ersetzt und/oder ergänzt.

2269 Unfälle im Kanton Luzern

Die Polizei registrierte im Jahr 2014 2269 Unfälle, zehn mehr als im Vorjahr. Auffallend ist die hohe Anzahl von elf Todesopfern (Vorjahr sieben Personen). Die grösste Gruppe der Unfalltoten machen ältere Leute aus.

Nach wie vor geschehen die meisten Unfälle innerorts. Das Nichteinhalten von Verkehrsregeln verursacht am meisten Unfälle.

rem

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