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VERKEHR: Bund plant mit Bypass – Vernehmlassung startet

Das Vorprojekt für eine neue Hauptverkehrsachse zur Entlastung des Luzerner Stadtzentrum ist abgeschlossen. Ab Juli können sich die Parteien zu den Grossprojekten Bypass und Spange Nord äussern.
Bypass Luzern: Geplant ist ein neuer Tunnel sowie der Ausbau der Autobahn auf drei Spuren. (Bild: Kanton Luzern)

Bypass Luzern: Geplant ist ein neuer Tunnel sowie der Ausbau der Autobahn auf drei Spuren. (Bild: Kanton Luzern)

Bypass Luzern: Geplant ist ein neuer Tunnel sowie der Ausbau der Autobahn auf drei Spuren. (Bild: Kanton Luzern)

Bypass Luzern: Geplant ist ein neuer Tunnel sowie der Ausbau der Autobahn auf drei Spuren. (Bild: Kanton Luzern)

Das Bundesamt für Strassen hat am Montagabend an einer Infoveranstaltung über den Stand des Projekts «Bypass» und «Spange Nord» informiert. Ziel ist es, den Kapazitätsausbau zu sichern und den Engpass auf der Autobahn A2/A14 zu beseitigen (siehe Box). Damit soll laut einer Mitteilung vom Montag die Stadtautobahn und das Stadtzentrum vom Verkehr entlastet und der öffentliche Verkehr sowie der Langsamverkehr nachhaltig gefördert werden. Es wird mit Kosten von 1,6 Milliarden Franken gerechnet.

Vernehmlassung ab Juli

So könnte die Brücke bei der Fluhmühle über die Reuss aussehen. (Bild: PD)

So könnte die Brücke bei der Fluhmühle über die Reuss aussehen. (Bild: PD)

Der Bund, die Stadt Luzern und die betroffenen Gemeinden Buchrain, Ebikon, Emmen, Kriens, Horw und Hergiswil können ab Juli dazu Stellung zu nehmen. Die Vernehmlassung dauert bis September. Ende 2015 soll der Bundesrat grünes Licht für den Bypass und dessen Finanzierung geben. Ab 2016 wird das Ausführungsprojekt ausgearbeitet und allfällige Einsprachen behandelt. 2021 soll das Projekt ausgeschrieben werden. Die Bauarbeiten dürften 2025 beginnen und 2033 fertig sein.

So könnte das Tunnelportal Ost beim Friedental dereinst aussehen. (Bild: PD)

So könnte das Tunnelportal Ost beim Friedental dereinst aussehen. (Bild: PD)

A2 bei Kriens: das Tunnelportal des Bypass Luzern (violett) und das heutige Tunnelportal beim Sonnenberg. (Bild: Gestaltungsskizze PD)

A2 bei Kriens: das Tunnelportal des Bypass Luzern (violett) und das heutige Tunnelportal beim Sonnenberg. (Bild: Gestaltungsskizze PD)

Ende 2012 hatte der Luzerner Regierungsrat den Variantenentscheid zur Linienführung der Spange Nord gefällt. Danach wurde das Vorprojekt ausgearbeitet. Neben der Spange Nord umfasst dieses auch Massnahmen für den öffentlichen Verkehr. So plant der Kanton Luzern eine durchgehende Busspur von Kriens über die Seebrücke bis zum Luzernerhof. Die Spange Nord und die Massnahmen für den öffentlichen Verkehr sind Teil des Gesamtsystems Bypass, das neben dem Tiefbahnhof zu den Schlüsselmassnahmen des Agglomerationsprogramms zählt.

Der TCS begrüsst in einer Mitteilung die geplanten Schritte, insbesondere auch die Klarheit über die definitive Linienführung. Aus Sicht des TCS sind flankierende Massnahmen zugunsten der betroffenen Gebiete von grosser Wichtigkeit. Für das Komitee «Bypass Nein» ist das Gesamtsystem «eine sehr teure Fehlinvestition». Die Verkehrsprobleme in Stadt und Agglomeration Luzern seien hausgemacht, teilte es am Montag mit. Durch eine Umlagerung auf die Autobahn würde «massiv Umweg-Mehrverkehr» generiert, ohne die Stadt wesentlich zu entlasten.

Das Projekt Bypass

  • Dreispuriger Ausbau der Autobahn A14 zwischen Buchrain und der Verzweigung Rotsee, inklusive einer dritten Röhre im Rathausen-Tunnel.
  • Ein neuer Tunnel mit zwei Röhren zwischen der Verzweigung Rotsee und Kriens. In jeder Fahrtrichtung sind zwei Spuren vorgesehen. Weil beim Sonnenberg-Tunnel das Südportal des Bypass geplant ist, steht der Gemeinderat von Kriens dem Projekt kritisch gegenüber. Er spricht von Mehrverkehr, Lärm und von Häusern, die abgerissen werden müssen (Neue LZ, 6. Juni 2013).
  • Dreispuriger Ausbau der A2 zwischen Luzern-Kriens und Hergiswil mit einem Ausbau des Tunnels Schlund.
  • Der Kanton Luzern will ergänzend zum «Bypass» eine «Spange Nord» realisieren.

Das Projekt Spange Nord

Die Spange Nord soll zu einer neuen städtischen Hauptverkehrsachse werden. Sie funktioniert als Zubringer zur Stadtautobahn und ermöglicht zusammen mit dieser die Entlastung des Stadtzentrums vom motorisierten Individualverkehr. Sie führt vom Gebiet Schlossberg über die Friedentalstrasse zum neuen Autobahnanschluss Lochhof und weiter über die Reuss in das Gebiet Fluhmühle. Im Bereich Schlossberg entsteht ein Einbahnring («Grosskreisel») mit Lichtsignalanlagen, wofür ein Ausbau der Zürichstrasse nötig wird. Alle grösseren Kreuzungen und alle Fussgängerquerungen werden mit Lichtsignalanlagen geregelt. Vom Knoten Sedel folgt die Linienführung weiter der Friedentalstrasse entlang, wobei der zentrale Bereich des Friedhofs Friedental mit einem rund 150 Meter langen Tunnel umfahren wird. Für die Spange Nord wird mit Kosten von 150 Millionen Franken gerechnet.

Mehr zum Thema am 6. Mai in der Neuen LZ.

sda/rem

Damit es vor Luzern nicht zu Stau kommt (im Bild Stau auf der A2 bei Emmenbrücke), will das Astra die Strassen um Luzern ausbauen. (Bild: Philipp Schmidli)

Damit es vor Luzern nicht zu Stau kommt (im Bild Stau auf der A2 bei Emmenbrücke), will das Astra die Strassen um Luzern ausbauen. (Bild: Philipp Schmidli)

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