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VERKEHR: Busverbindungen: In Littau soll es schneller gehen

Hunderte neue Bewohner und Arbeitsplätze sollen in den nächsten Jahren in Littau Platz finden. Jetzt fordert der Luzerner Stadtrat, dass der Kanton auch die ÖV-Infrastruktur rasch ausbaut.
Robert Knobel
Littau soll auch in Zukunft gut erreichbar sein – wie hier über die Bernstrasse beim Kreuzstutz-Kreisel. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 9. August 2016))

Littau soll auch in Zukunft gut erreichbar sein – wie hier über die Bernstrasse beim Kreuzstutz-Kreisel. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 9. August 2016))

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

Die Rothenstrasse zwischen Littauerboden und Emmenbrücke ist bei Autofahrern und Buspassagieren berüchtigt. Denn oft staut sich der Verkehr Richtung Seetalplatz. Zumindest für die Busse wird sich die Situation bald verbessern: Im Zuge der für dieses Jahr geplanten Hochwassersanierung der Kleinen Emme wird auch die Strasse saniert. Dabei soll ab Staldenhof in Richtung Seetalplatz eine separate Busspur für die Linie 45 eingerichtet werden.

Für den Luzerner Stadtrat ist dies allerdings nicht genug. Er will zumindest prüfen, ob es eine Busspur für den gesamten Littauerboden – also bereits ab dem Kreisel Hornbach – braucht. Die Planungen für eine allfällige Busspur ab Kreisel Hornbach ist zwar im kantonalen Strassenbauprogramm aufgeführt, allerdings lediglich im Topf C mit der tiefsten Priorität. Das bedeutet: Frühestens ab 2027 wird geprüft, ob eine verlängerte Busspur Sinn macht.

Doch «die Stadt will nicht bis 2027 warten», sagt Milena Scherer, stv. Bereichsleiterin Mobilität beim städtischen Tiefbauamt. Deshalb beantragt der Stadtrat eine Verschiebung des Projekts in den Topf A mit höchster Priorität. Diese Forderung hat der Stadtrat im Rahmen seiner Stellungnahme zum kantonalen Strassenbauprogramm 2019–2022 beim Kanton deponiert. Ob die Busspur dann tatsächlich gebaut wird, ist offen – gemäss Scherer geht es zunächst nur um eine Prüfung des Anliegens. Klar sei jedenfalls, dass die Siedlungsentwicklung im Littauerboden sehr schnell voranschreitet. Dies umso mehr, als die Stadt selber ab 2020 im Littauerboden grössere Ausbauten der Strasseninfrastruktur plant. Dann startet nämlich die seit Jahren geplante Realisierung der Umfahrung Cheer­strasse.

Umfassende Planung für die Luzernerstrasse

Nicht nur im Littauerboden, sondern auch in Littau Dorf wünscht sich der Stadtrat ein rascheres und umfassenderes Vorgehen in Sachen Buspriorisierung. Gemäss kantonalem Bauprogramm sind Massnahmen vorgesehen, damit der Bus zwischen Kreuzstutz und Rönnimoos schneller vorwärtskommt. Hinzu kommen diverse Verbesserungen wie der behindertengerechte Ausbau der Haltestellen. Dies auch im Hinblick auf die geplante Verlängerung der Trolleybus-Linie 8 bis nach Littau. Doch der Luzerner Stadtrat fordert, nicht nur das kurze Teilstück Kreuzstutz–Rönnimoos zu berücksichtigen, sondern die gesamte Luzernerstrasse bis Littau Tschuopis unter die Lupe zu nehmen. Dafür brauche es eine «umfassende Planung», schreibt der Stadtrat in seiner Stellungnahme.

Gemäss Milena Scherer wünscht sich die Stadt ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für die besagte Strecke. Es mache wenig Sinn, isolierte Massnahmen wie die Anpassung von Bushaltestellen zu realisieren. Vielmehr müsse man die Planung ganzheitlich unter Berücksichtigung der Siedlungsentwicklung angehen. Und diese geht insbesondere im oberen Teil Littaus rasant voran. In diesem Sommer wird die Überbauung Grossmatte mit 164 Wohnungen fertiggestellt, später sollen weitere 300 Wohnungen hinzukommen. Im Gebiet Längweiher könnte zudem in den nächsten Jahren ein weiteres Quartier in die Höhe wachsen.

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