VERKEHR: Der Verkehrsknoten Seetalplatz wird entwirrt

Im Norden Luzerns soll der Strassenverkehr ab 2016 flüssiger rollen. Der Doppelkreisel am Seetalplatz wird aufgehoben, Busse und Velos erhalten eigene Spuren.

Drucken
Teilen
Blick von oben auf den Seetalplatz. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Blick von oben auf den Seetalplatz. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Der Regierungsrat hat am Montag dem Parlament einen Planungskredit von 5,4 Millionen Franken beantragt. Er rechnet mit Investitionen von 100 bis 130 Millionen Franken, an denen sich auch der Bund beteiligt. Das Vorhaben umfasst neben dem Seetalplatz auch die Zufahrtsstrassen zwischen Luzern und Rothenburg.

Entwicklungsschwerpunkt
Das Gebiet Seetalplatz im Norden Luzerns liegt in Reussbühl und Emmenbrücke und ist ein kantonaler Entwicklungsschwerpunkt. Die Gemeinden Emmen, Littau und Luzern sowie der Kanton schlossen im
2006 für das Gebiet eine Absichtserklärung ab.

Lösungen gefunden werden müssen dabei auch für den Verkehr. Bereits heute passieren täglich 50'000 Fahrzeuge den Seetalplatz. Staus sind an der Tagesordnung. Entlastung bringen soll eine neue Verkehrsführung.

Statt in einem Doppelkreisel soll der Verkehr in einem dreiarmigen Knoten ("Epsilon") den Platz überqueren. Auf dem östliche Kreiselarm fahren neu auf einem eigenen Trassee nur noch Busse und Velos. Der Verkehr auf der Seetalstrasse wird verlegt.

Bus-Knoten
Der Bahnhof Emmenbrücke wird besser ans Busnetz angeschlossen und zum Knoten für den öffentlichen Verkehr ausgebaut. Die Fussgängerunterführungen am Seetalplatz werden aufgehoben und durch ebenerdige Übergänge ersetzt.

Insgesamt gehören 18 Vorhaben zu dem anstehenden Grossprojekt. Das Planermandat soll bis Ende Jahr vergeben werden. Die Stimmberechtigten dürften Ende 2010 oder Anfang 2011 über den Ausführungskredit beschliessen. Die Realisierung ist für Ende 2012 bis Ende 2016 vorgesehen.

sda