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VERKEHR: Deutlicher Rückgang der Unfälle in Luzern

In der Stadt Luzern sind die Unfallzahlen rückläufig. Das zeigt eine Auswertung des Bundesamts für Strasse (Astra). Trotzdem liegen die Unfallzahlen über dem Schweizer Durchschnitt.
In der Stadt Luzern nahm die Zahl der Unfälle ab. Im Bild: Ein Unfall mit tödlichen Ausgang vor einem Jahr bei der Pauluskirche. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

In der Stadt Luzern nahm die Zahl der Unfälle ab. Im Bild: Ein Unfall mit tödlichen Ausgang vor einem Jahr bei der Pauluskirche. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

In der Stadt Luzern wurden im letzten Jahr 134 Unfälle sowie 158 Verletzte oder Tote registriert. Das Mittel der zehn untersuchten Schweizer Städte lag im letzten Jahr bei 121 Unfällen und 142 Verletzten oder Toten, wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) am Montag meldete.

«Die Stadt Luzern, welche früher deutlich schlechter abschnitt als die übrigen Städte, weist für die Jahre 2012 und 2013 einen starken Rückgang der Verunfallten auf», heisst es im Bericht wörtlich. In Luzern ist die Zahl der Unfälle seit 2004 um 46 Prozent zurückgegangen.

In Basel und in St. Gallen hat es 2013 statistisch die wenigsten Verkehrsunfälle mit Verletzten gegeben: Pro 50'000 Einwohner wurden in Basel 84 Unfälle gezählt und in St. Gallen 85. Am unteren Ende der Liste der zehn grössten Schweizer Städte stehen Biel und Genf.

Luzern top für Töfffahrer

Geht es um Motorradfahrer, schneidet Luzern am besten ab. Sichere Orte für Töfffahrer waren auch St. Gallen und Zürich. Für Fussgänger waren Winterthur und Bern im Vergleich zum zurückgelegten Weg am sichersten. In den vergangenen fünf Jahren wurden in der Eulachstadt 17 Fussgänger bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet, in Bern 21, in Luzern waren es 31 Personen. Nur in Lausanne (33) waren es noch mehr. Winterthurer Fussgänger legten pro Tag 2,2 Kilometer zurück, während es in Bern 2,7 Kilometer und in Luzern 3,3 Kilometer waren.

Stadtverkehr wurde sicherer

Insgesamt wurde der Stadtverkehr sicherer: Im Mittel von 2009 bis 2012 ereigneten sich in Städten 140 Unfälle mit 164 Verletzten oder Toten. Von den zehn erfassten Städten haben sich neun zum Teil markant verbessert. Einzig in Genf stieg die Zahl der Unfälle und der Verletzten im Vergleich zum Durchschnitt von 2009 bis 2012 an.

Separat erfasst hat das ASTRA unter anderem Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war: Auch hier belegt St. Gallen mit 7 Unfällen pro 50'000 Einwohner den ersten Rang vor Winterthur (9). Schlusslicht ist Lugano mit 25 Unfällen vor Lausanne mit 22.

Velofahrer verunfallten in Basel statistisch gesehen am wenigsten oft: Im Verhältnis zur zurückgelegten Distanz - diese ist in Basel am grössten - verunfallten sie am wenigsten häufig. Luzern liegt im Mittelfeld.

Das ASTRA stellt die Statistik den Städten als Arbeitsmittel zur Verfügung, wie Sprecher Thomas Rohrbach der Nachrichtenagentur sda sagte. Es sei den Kommunen überlassen, ob sie Massnahmen treffen und welche Massnahmen sie ergreifen würden. Ebenso habe das ASTRA keine Kenntnis der bereits getroffenen Unfallverhütungsmassnahmen.

Gründe für Unterschiede nicht bekannt

Zu den Gründen für die teils grossen Unterschiede von Stadt zu Stadt konnte Rohrbach deshalb keine Angaben machen. Neben baulichen Massnahmen, etwa Fussgänger-Übergänge oder Velowege oder sanierte Kreuzungen, könnten auch die Zahl der Polizeikontrollen, die Topografie der Stadt und deren Höhe über Meer eine Rolle spielen.

In die Statistik aufgenommen wurden von der Polizei registrierte Verkehrsunfälle der Jahre 2004 bis 2013, in die mindestens ein Fahrzeug oder ein Fussgänger verwickelt war. Ebenso wurden die Zahlen der Verletzten und Getöteten ausgewertet. Die Statistik erfasst Bern, Zürich, Basel, Genf, Lausanne, Luzern, Lugano, St. Gallen, Biel und Winterthur.

rem/sda

Hinweis: Die detaillierte Statistik

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