VERKEHR: Doppelt so viele Unfälle auf A 14

Die Autobahn A 14 ist täglich überlastet. Deshalb krachen immer mehr Autos ineinander. Eine Lösung ist zwar in Sicht – aber erst nach 2025.

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70'000 Fahrzeuge fahren täglich über die Autobahn A14. In den Spitzenstunden staut sich der Verkehr. (Bild Manuela Jans)

70'000 Fahrzeuge fahren täglich über die Autobahn A14. In den Spitzenstunden staut sich der Verkehr. (Bild Manuela Jans)

Wer mit dem Auto zu Stosszeiten auf den Luzerner Autobahnen unterwegs ist, kennt die Situationen bestens: Jeweils morgens und abends sind sie überlastet. Vorwärts gehts höchstens noch im Schritttempo. Dadurch ereignen sich auch mehr Unfälle, wie der Regierungsrat in der Antwort auf eine Anfrage schreibt, die mit Ausnahme der Grünen von Parlamentariern aller Fraktionen mitunterzeichnet wurde. Demnach hat die Zahl der Fahrzeuge auf der Autobahn A 14 zwischen 2008 und 2013 um ein Drittel zugenommen – von 52'700 auf gut 70'000 Fahrzeuge täglich. Die Zahlen stiegen nach der Eröffnung des Abschnitts im Knonaueramt besonders stark an. Und auch künftig sei mit einer «massiven Zunahme des Verkehrs» zu rechnen, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) auf Anfrage erklärt.

Die Zahl der Unfälle hat sich deshalb deutlich erhöht – seit 2011 gar verdoppelt. Zählte man 2011 auf der A 14 noch 35 Unfälle, waren es zwei Jahre später bereits 70, wie die aktuellsten Zahlen belegen. Meist handelt es sich um klassische Auffahrunfälle oder um Kollisionen beim Spurwechsel. Geschieht im Morgenverkehr Richtung Zug ein Unfall, stauen sich die Autos schnell bis auf die Autobahn A 2 zurück. Viele versuchen dann auf die Kantonsstrassen auszuweichen und verursachen so einen regelrechten Kollaps.

Kurzfristig lässt sich die Stau- und Unfallproblematik auf der A 14 nicht lösen. Dies schreibt auch der Regierungsrat. Denn dafür bräuchte es einen Ausbau. Und dieser ist erst zusammen mit dem Bypass geplant. So soll der Abschnitt zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain von heute zwei auf drei Spuren pro Richtung verbreitert werden. Dieses Projekt wird gemäss heutiger Planung aber frühestens 2025 mit dem Bypass realisiert.