VERKEHR: Initianten präzisieren Metro-Projekt

Die Initianten für eine Metro in der Stadt Luzern haben ihre Pläne konkretisiert und eine Holding gegründet. Das Luzerner Kantonsspital stellt sich hinter die Idee. Die kantonalen und städtischen Behörden bewerteten das Projekt bislang nicht.

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Visualisierung des Schwanenplatzes, der von der Metro bedient wird. Die Cars beanspruchen den Platz nicht mehr. (Bild: pd)

Visualisierung des Schwanenplatzes, der von der Metro bedient wird. Die Cars beanspruchen den Platz nicht mehr. (Bild: pd)

Das von Privaten lancierte Projekt sieht vor, den bei Touristen beliebte Schwanenplatz mit einer Metro zu erschliessen und so die Innenstadt von Cars und Autos zu entlasten. Das Vorhaben soll 400 Millionen Franken kosten.

Die Metro würde vom Gebiet Ibach in der Nähe der Autobahnanschlüsse Emmen Süd über zwei Kilometer zum Schwanenplatz führen. Unterhalb des Kantonsspitals ist eine Zwischenstation vorgesehen. In Ibach sollen Parkhäuser für 3500 Autos und 80 Cars gebaut werden.

Ein Jahr nach der Präsentation der Idee konkretisierten die Initianten um den Ruswiler Immobilienverwalter Franz Zihlmann am Freitag das Projekt und bekräftigten die Machbarkeit. Sie wollen das Projekt ins ÖV-Netz und den Verkehrsverbund integrieren.

Daneben gaben die Initianten bekannt, dass zur Umsetzung die Metro Luzern Holding AG gegründet wurde. Über einen möglichen Investor für das Grossprojekt machten sie keine Angaben.

Das Kantonsspital Luzern stellte sich hinter das Projekt. Dieses biete neben der geplanten Verkehrsentlastung in der Innenstadt auch einen Mehrwert für Besucher und Mitarbeiter des Spitals, schreibt Klinikdirektor Benno Fuchs in einem Brief an die Initianten. Die Spitalleitung will das Metro-Projekt bei der Planung für den Ausbau des Kantonsspitals berücksichtigen.

Die Behörden des Kantons, der Stadt und der betroffenen Gemeinden Emmen und Ebikon gaben bislang noch keine Einschätzung zum Metro-Projekt ab. Am 23. Juni wollen Luzern Tourismus und der Stadtrat eine Studie zum Carverkehr in der Innenstadt vorstellen und zum weiteren Vorgehen Stellung nehmen.

Neben der Idee für eine Metro präsentierte im vergangenen Jahr ein weiteres privates Komitee eine mögliche Lösung für Verkehrs- und Parkplatzprobleme in Luzern. Das Ingenieurunternehmen ewp bucher dillier AG will unter dem Musegg-Hügel ein neues Parkhaus bauen.

Das Parkhaus soll 30 Cars und 670 Autos aufnehmen können und 150 Millionen Franken kosten. Durch einen Tunnel könnten Fussgänger direkt in die Altstadt gelangen. (sda)