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VERKEHR: Kriens nicht zufrieden mit Astra-Plänen

Kriens nimmt Stellung zum Projekt Bypass. «Die Richtung stimmt – aber die Vorschläge gehen zu wenig weit», bilanziert die Gemeinde. Sie fordert eine längere Überdachung der Autobahn.
Die Ausfahrt der zukünftig zehn Autobahnspuren aus dem Sonnenberg sollen neu konzipiert werden. (Bild: Visualisierung Astra)

Die Ausfahrt der zukünftig zehn Autobahnspuren aus dem Sonnenberg sollen neu konzipiert werden. (Bild: Visualisierung Astra)

Für die Streckenführung am Sonnenbergtunnel-Südportal der neuen geplanten Stadtumfahrung von Luzern hatte das Bundesamt für Strasse (Astra) aufgrund einer kritischen Haltung in Kriens verschiedene Varianten für den Lärmschutz untersucht. Das Astra schlug vor, die Überdachung der vier bestehenden und der sechs zusätzlich geplanten Autobahnspuren im Bereich Grosshof/Eichhof zwar leicht zu verlängern und die Brücke architektonisch aufzuwerten. Weitergehende Zugeständnisse, wie sie von Kriens gefordert worden waren, könne das Astra aber nicht machen. Der Lärmschutz müsse ein bestimmtes Kosten-/Nutzenverhältnis erreichen, sonst fehle dem Astra die gesetzliche Grundlage für weitergehende Massnahmen.

Kritische Haltung

Zu diesem Vorschlag hat der Krienser Gemeinderat jetzt seine Stellungnahme verabschiedet, wie die Gemeinde mitteilt. Neben einer Beurteilung durch den Gemeinderat flossen auch Rückmeldungen aus der Bevölkerung ein. Diese zeigen deutlich, dass nach wie vor eine mehrheitlich kritische Haltung dem Projekt gegenüber bestehe. Die vom Astra vorgeschlagenen Korrekturen gingen zwar in die richtige Richtung – aber noch deutlich zu wenig weit. Und dies sowohl beim Schutz der Anwohner vor Lärm wie auch in der städetbaulichen Integration des geplanten Bauwerks.

Längere Überdachung

Insbesondere zweifelt der Gemeinderat an, dass dem Astra die Hände für eine längere Überdachung tatsächlich so gebunden seien, wie es dargestellt werde. Das Gebiet zwischen Eichhof und LuzernSüd/Horw sei für die Entwicklung der gesamten Agglomeration Luzern derart wichtig, dass nichts unterlassen werden dürfe, was die Lebens- und Aufenthaltsqualität steigere. In der wesentlichen Frage, wie lange eine Überdachung der Autobahn sein müsse, wollte sich der Gemeinderat nicht festlegen. Er zeigte mit Referenzbeispielen (Obwalden, Zürich) aber auf, dass es durchaus vergleichbare Modelle gebe, wo wesentlich mehr gemacht worden sei. Vor diesem Hintergrund würde die Astra-Argumentation in der Krienser Bevölkerung weder verstanden noch akzeptiert.

Der Gemeinderat misst insgesamt auch dem städtebaulichen Aspekt einen sehr hohen Stellenwert bei. Er verlangt, dass eine möglichst vollständige Überdeckung zwischen Eichhof und Tunnel Schlund vorgesehen werde. Nur damit könne städtebaulichen Aspekten genügend Rechnung getragen werden.

Gemeinde Kriens fordert Tempo 80

Weitere Forderungen wie die Gestaltung der Autobahn oder die Ausweitung flankierender Massnahmen seien in der Machbarkeitsstudie noch gar nicht thematisiert, schreibt die Gemeinde weiter. Der Gemeinderat wiederholt diese deshalb explizit und fordert zudem eine Garantie für Tempo 80 auf dem Autobahn-Abschnitt nach dem Tunnelportal.

Der Gemeinderat anerkannte in seiner Zusammenfassung, dass mit der Studie ein Schritt in die richtige Richtung erfolgte. Das Astra sei damit aber einzig auf die Überdachung als eines der zahlreichen Anliegen eingegangen. Da auf die übrigen Bedingungen nicht eingegangen wurde und das Angebot der Überdachung nur auf einem sehr kurzen Abschnitt erfolgen soll, sei der Schritt folglich zu klein, um eine substanzielle Verbesserung für die Bevölkerung in Kriens zu bringen.

Herzstück des 1,6 Milliarden Franken teuren, vom Bund finanzierte Projekt Bypass ist ein 4 Kilometer langer Autobahntunnel zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Sonnenberg-Südportal. Der jetzige Autobahnabschnitt wird zur Stadtautobahn – und vom Durchgangsverkehr entlastet.

pd/rem

So könnte das Eingangstor Kriens beim Bypass mit der verlängerten Brücke künftig aussehen. (Bild: Visulisierung Astra)

So könnte das Eingangstor Kriens beim Bypass mit der verlängerten Brücke künftig aussehen. (Bild: Visulisierung Astra)

Die Brücke aus dem Sonnenbergtunnel (rechts) soll verlängert werden. (Bild: Visualisierung Astra)

Die Brücke aus dem Sonnenbergtunnel (rechts) soll verlängert werden. (Bild: Visualisierung Astra)

Der Abschnitt zwischen der bestehenden Autobahn und dem neuen Tunnel ist aus Krienser Sicht der Knackpunkt (rot markiert). (Bild: Grafik: web, Oliver Marx, Janina Noser)

Der Abschnitt zwischen der bestehenden Autobahn und dem neuen Tunnel ist aus Krienser Sicht der Knackpunkt (rot markiert). (Bild: Grafik: web, Oliver Marx, Janina Noser)

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