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VERKEHR: Lärm an Spitalstrasse wird bekämpft

Die Spitalstrasse steht vor grösseren baulichen Veränderungen. Neben der elektronischen Busspur ist auch eine Lärmsanierung geplant. Doch für einige Liegenschaften bleibt der Lärm auch danach über dem Grenzwert.
Oliver Schneider
Grössere bauliche Veränderungen stehen der Spitalstrasse bevor. (Bild: Ramona Geiger, Luzern)

Grössere bauliche Veränderungen stehen der Spitalstrasse bevor. (Bild: Ramona Geiger, Luzern)

Seit dem 3. Juli läuft die erste Etappe des Bauprojekts an der Spitalstrasse im Abschnitt St. Karli bis Kantonsspital. Die Bauarbeiten sollen spätestens im Sommer 2018 abgeschlossen werden. Um den Zugang zum Kantonsspital zu verbessern, wird die Bushaltestelle verschoben und neu gebaut sowie behindertengerecht ausgestaltet. Anschliessend wird mit der Umsetzung der elektronischen Busspur begonnen, die es den Bussen ermöglichen soll, den Stau auf der Spitalstrasse zu überholen.

Was bisher noch nicht bekannt war: Gleichzeitig soll die Strasse im Abschnitt Friedental­strasse bis Kreisel Kreuzstutz einer Lärmsanierung unterzogen werden. Das Projekt liegt momentan beim Tiefbauamt der Stadt Luzern auf. «Momentan überschreitet der Strassenlärm auf der Spitalstrasse die Belastungsgrenzwerte», sagt Roger Schürmann, Projektleiter des Lärmsanierungsprojekts. Laut dem Umweltschutzgesetz müssen sämtliche Strassen, die diesen Grenzwert überschreiten, bis März 2018 saniert werden. Schürmann ist zuversichtlich, dass diese Vorgabe in der Stadt Luzern rechtzeitig erreicht werden kann. Im Fall der Spitalstrasse bedeute die Sanierung: Tempo 30, ein lärmarmer Belag sowie Beiträge an Schallschutzfenster bei besonders betroffenen Liegenschaften. Trotz allen Massnahmen bleibe der Lärm aber für 48 Liegenschaften über dem Grenzwert.

Lärm kann um zwei Drittel gesenkt werden

«Als erste Massnahme gilt es, den Strassenlärm direkt an der Quelle zu bekämpfen», sagt Schürmann. Mit einer Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit von heute Tempo 50 auf Tempo 30 könne der Verkehrslärm um ­zirka ein Drittel gesenkt werden. Die Verlustzeit der Autofahrer dürfte hingegen nur minimal bis gar nicht vorhanden sein. Es sei eine relativ günstige Methode, den Lärm zu reduzieren. Zusätzlich sorge die Temporeduktion auch für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dies sei im besagten Abschnitt, wo sich die Schule St. Karli, Kindergärten und Spital befinden, besonders wünschenswert, so Schürmann.

Als weitere Massnahme werde ein lärmarmer Strassenbelag eingebaut, der den Geräusch­pegel um knapp ein weiteres Drittel sinken lässt. «Der lärmarme Strassenbelag innerorts ist eine relativ neue Entwicklung und kostet gleich viel, wie ein herkömmlicher Strassenbelag», sagt Schürmann. Er sei aber nicht für alle Strassen geeignet. Die Kosten für den Einbau des Belags ­belaufen sich auf insgesamt 170 000 Franken. Der Betrag sei bereits im Bruttokredit von 3,1 Millionen Franken für das ganze Bauprojekt Spitalstrasse mit eingerechnet. Mit der Umsetzung der beiden Massnahmen soll planmässig im Frühling 2018 begonnen werden.

«Momentan liegen 57 Grundstücke über dem Immissionsgrenzwert», sagt Schürmann. Nach der Sanierung seien es wie erwähnt noch 48 Liegenschaften sowie drei unbebaute Parzellen. Für diese Liegenschaften gäbe es keine Möglichkeit, unter den Belastungsgrenzwert zu sinken. Als Ersatzmassnahme stelle die Stadt Luzern einzelnen Liegenschaften Beiträge an Schallschutzfenster in Aussicht. «Wenn alles nach Plan läuft, können bereits ab Oktober die Beiträge für eingebaute Schallschutzfenster gesprochen werden», sagt Schürmann. Für die Liegenschaften, die über dem Grenzwert bleiben, werden Sanierungserleichterungen beantragt. Bis zu einem gewissen ­Masse bedeute dies eine Entbindung von der Sanierungspflicht.

Oliver Schneider

stadt@luzernerzeitung.ch

Bis Sommer 2018 sollen die Bauarbeiten an der Spitalstrasse abgeschlossen sein. (Bild: Ramona Geiger)

Bis Sommer 2018 sollen die Bauarbeiten an der Spitalstrasse abgeschlossen sein. (Bild: Ramona Geiger)

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