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VERKEHR: Luzerner Stadtrat lehnt Öffnung der Uferpromenade für Velofahrer ab

Der Luzerner Stadtrat hält am Fahrverbot für Velofahrer am Quai fest. Im Zentrum der Diskussion steht für ihn die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.
Das Velofahren auf dem Quai in Luzern ist heute verboten. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 13. Oktober 2014, gestellte Szene))

Das Velofahren auf dem Quai in Luzern ist heute verboten. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 13. Oktober 2014, gestellte Szene))

Der Stadtrat wurde in einem Postulat von Grünen und SP aufgefordert, die Quaianlage zwischen Luzernerhof und Verkehrshaus für den Veloverkehr zu öffnen. Die beiden Parteien begründen die Forderung damit, dass die Strassenstrecke in diesem Gebiet für Familien, Touristen, Senioren und andere Velofahrer unattraktiv, verkehrsreich und gefährlich sei (wir berichteten »).

Die Postulanten verlangten, dass dabei der Weg zwischen See und erster Baumreihe auf dem National- und Carl-Spitteler-Quai von dieser Regelung ausgenommen würde und ausschliesslich den Fussgängern vorbehalten bliebe.

Nachteile für Fussgänger

Nun aber gab der Stadtrat am Montag bekannt, dass er eine Öffnung des Quais für die Velofahrerinnen und Velofahrer ablehne. Er ist der Ansicht, dass die Sicherheitsgewinne für Velofahrer nicht markant genug seien, um die möglichen Nachteile für Fussgänger in Kauf zu nehmen.

Damit kommt die Stadtregierung dem Anliegen des Fachverbands Fussverkehrs Schweiz nach, der in einer Petition die Beibehaltung des Fahrverbots auf den Quaianlagen forderte. 2352 Personen hatten die Petition unterschrieben. Der Fachverband ist der Meinung, dass für den Veloverkehr auf der parallel verlaufenden Haldenstrasse eine sichere Lösung gefunden werden müsse. Der Stadtrat ist bereit, die Sicherheit für den Veloverkehr dort zu überprüfen.

Kein weiterer Planungsbericht

Grüne, FDP und SP forderten den Stadtrat zudem in einer Motion auf, die häufig genutzten Velostrecken auf neuralgische Stellen bezüglich Sicherheit und Unfallhäufigkeit zu analysieren und systematisch zu erfassen. Die Motionäre verlangen, dass für die Gefahrenstellen im Velonetz - basierend auf dieser Analyse - konkrete Massnahmen in einem Planungsbericht aufgezeigt werden (wir berichteten »).

Grundsätzlich sei es ihm ein wichtiges Anliegen, die Verkehrssicherheit insgesamt sowie für den Veloverkehr zu verbessern, schreibt der Stadtrat in seiner Stellungnahme.

Die Stadt verfüge aber bereits heute über eine breite Datenbasis, die einen guten Überblick biete, als Grundlage zur Schwachstellenanalyse diene und für die Massnahmenplanung genutzt werde. Massnahmen würden Schritt für Schritt umgesetzt.

Darum erachtet der Stadtrat eine zusätzliche, systematische Erfassung der Gefahrenstellen und die Erarbeitung eines separaten Planungsberichts nicht als zielführend. Er unterstützt aber eine Intensivierung der auf der Schwachstellenanalyse basierenden Massnahmenplanung.

Nein zu Bus- und Velospur Seebrücke-Luzernhof

Weiter lehnt die Stadtregierung den Vorstoss von SP und Grünen ab, worin der Stadtrat aufgefordert wurde, sich beim Kanton für eine rasche Umsetzung einer kombinierten Bus- und Velospur auf der Achse Seebrücke-Luzernerhof in beiden Richtungen einzusetzen (wir berichteten »).

Der Stadtrat erkennt zwar den dringenden Handlungsbedarf bezüglich Verkehrssicherheit und wird das städtische Tiefbauamt mit der Erarbeitung von Massnahmen zur Verbesserung der Situation beauftragen.

Ob die von den Postulanten geforderte kombinierte Spur dafür die zweckmässigste Lösung sei, oder ob andere Massnahmen besser geeignet seien, müsse im Rahmen dieser Arbeiten geklärt und mit dem Kanton besprochen werden. Primäres Ziel sei die Gewährleistung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, hält die Stadtregierung abschliessend fest. (sda)

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