VERKEHR: Luzernerhof: Schon 12 Unfälle in diesem Jahr

Immer wieder krachts auf der Kreuzung beim Luzerner- hof. Die VBL fordern schon seit einem Jahr Massnahmen – bei der Stadt aber reagiert man zurückhaltend.

Drucken
Teilen
Ein VBL-Bus fährt von der Alpenstrasse auf die Luzernerhof-Kreuzung. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Ein VBL-Bus fährt von der Alpenstrasse auf die Luzernerhof-Kreuzung. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

28. Januar 2008: Ein VBL-Bus fährt von der Haldenstrasse stadteinwärts. Als ein Auto aus der Alpenstrasse einbiegt, kommts auf dem Schweizerhofquai zur Kollision.

4. Juli: Eine Autofahrerin fährt durch die Alpenstrasse auf der mittleren Spur. Kurz vor dem Abbiegen wird ihr Auto vom Heck eines Busses erfasst.

29. Juli: Auf derselben Kreuzung kommt es zur Kollision zwischen einem Bus und einem dreirädrigen Motorrad.

29. September: Ein Lastwagen fährt auf der Alpenstrasse und will nach rechts in den Schweizerhofquai einbiegen. Der Anhänger eines VBL-Busses schwenkt aus – es kommt zur Kollision.

Meist Blechschaden beim Luzernerhof
Allein in diesem Jahr hat es auf der Alpenstrasse 13-mal und am Schweizerhofquai 28-mal gekracht. 12 dieser Unfälle haben sich laut Polizeiangaben auf der Kreuzung der beiden Strassen ereignet. Bei den Unfällen auf der Luzernerhofkreuzung handelt es sich laut Aussagen der Polizei meist um Streifkollisionen mit Blechschaden.

Für die VBL, deren Busse die Kreuzung täglich passieren, ist diese ein Ärgernis. Jede Streifkollision koste die VBL «eine Summe im fünfstelligen Bereich», so VBL-Chef Norbert Schmassmann. Das Problem bei der besagten Kreuzung ist dem VBL-Chef bestens bekannt: «Fahren die Fahrzeuge auf der Mittelspur der Alpenstrasse beim Rechtsabbiegen in den Schweizerhofquai nicht genügend auf der linken Seite ihrer Fahrbahn, wird es kritisch.»

Erste Massnahmen wurden bereits getroffen
Bereits im Herbst 2007 gelangten die VBL mit Lösungsvorschlägen an die Stadt. Konkret fordern die Verkehrsbetriebe, dass die Ampel für den Verkehr auf der mittleren Spur jedes Mal rot aufleuchtet, wenn ein VBL-Bus rechts abbiegen muss. Zudem soll die Blumeninsel im Schweizerhofquai, auf der zur Adventszeit jeweils der grosse Weihnachtsbaum steht, verschmälert werden, um die Fahrspur Richtung Bahnhof zu verbreitern.

2007 hat die Stadt bereits erste Massnahmen getroffen: Der Haltebalken für die rechte Autofahrspur wurde zurückversetzt, und die Busvorfahrtsphase an der Ampel wurde verlängert.

Stefan Schütz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.