Verkehr
Mehr Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer: In Adligenswil wird im Dorfzentrum Tempo 30 eingeführt

Es brauchte verschiedene Anläufe: Doch nun wird in Adligenswil Tempo 30 eingeführt, zumindest im Zentrum. Auf der Dorfstrasse bleibt es aufgrund einer Einsprache aber vorläufig bei Tempo 50.

Hugo Bischof
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Auf den Beginn des neuen Schuljahres wird im Zentrum von Adligenswil Tempo 30 eingeführt. Es betrifft dies die Kantonsstrasse von der Luzernerstrasse (ab Meiersmattstrasse) über den Rössli-Kreisel bis nach dem Obmatt-Kreisel auf der Udligenswilerstrasse. Dies schreibt der Gemeinderat auf der Website der Gemeinde.

Die Einführung von Tempo 30 ist seit längerem ein Ziel des Gemeinderats. Damit sollen vor allem die schwächeren Verkehrsteilnehmer besser geschützt und die gesetzliche Lärmsanierungspflicht umgesetzt werden.

Noch nicht umgesetzt wird Tempo 30 hingegen auf der Dorfstrasse. Dort wurde gemäss dem Gemeinderat eine Beschwerde gutgeheissen. Das Kantonsgericht bemängelte, dass ein Lärmschutzgutachten unvollständig war, «weil es nicht berücksichtigte, ob die geplanten Fahrbahnerhöhungen vor der Bushaltestelle Widspüel und auf der Höhe des Migros-Partners zu Mehrlärm führen würden». Der Bereich «Dorfstrasse» wird nun für eine Neuauflage überarbeitet.

Alle Fussgängerstreifen bleiben

Um in der Zwischenzeit aber die Sicherheit der Fussgänger zu erhöhen, hat der Gemeinderat als Sofortmassnahme veranlasst, den Fussgängerstreifen vor dem Migros-Partner zu erneuern. Dies ist bereits Ende Juni geschehen. Ebenfalls als Verbesserung für die Fussgänger hat der Kanton entschieden, auf die geplante Aufhebung des Fussgängerstreifens über der Unterführung an der Udligenswilerstrasse zu verzichten. Damit bleiben sämtliche Fussgängerstreifen bestehen.

Bis im Herbst hat die Gemeinde zudem vorgesehen, die Unterführung zu erneuern. Die Beleuchtung soll auf LED umgestellt und mit einer zusätzlichen Beleuchtung an den Handläufen ergänzt werden. Zudem wird die Bu-Mei-Jugendgruppe der Gemeinde Adligenswil neue Wandbilder malen.

Es gibt keine Strassenverengungen oder Schwellen

Bei der Umsetzung der Tempo-30-Strecke werden keine baulichen Massnahmen ergriffen, es wird also keine Strassenverengungen oder Schwellen geben. Die Signalisation beschränkt sich auf Schilder und Strassenmarkierungen. Hingegen werden im Rössli-Kreisel auf der Seite des Raiffeisen-Gebäudes fünf gelb-schwarze Pfosten als Fussgängerschutz angebracht. «Dort ist der Randstein nicht erhöht, weshalb Autofahrer bei der Ausfahrt in die Dorfstrasse immer wieder über das Trottoir fahren», so der Gemeinderat. Bei einem Testversuch 2015 war eine künstliche Verengung der Dorfstrasse von Anwohnern als «unnötig, schikanös und zu teuer» bezeichnet worden.

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