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VERKEHR: Noch stehen nicht alle «Blitzer»

Die Luzerner Polizei wollte bis 2014 neue Radaranlagen montieren. Doch noch sind nicht alle am geplanten Standort. Und: Es sind weniger feste Geräte als zunächst angenommen.
Kilian Küttel
Die Luzerner Polizei hat neue «Blitzer» beschafft (Symbolbild). (Bild: Martin Ruetschi / Keystone)

Die Luzerner Polizei hat neue «Blitzer» beschafft (Symbolbild). (Bild: Martin Ruetschi / Keystone)

Einmal nicht auf den Tacho geschaut – und zack: ein heller Blitz, ein hastiger Tritt auf die Bremse, ein Blick zum Beifahrer: «Jetzt hetts mech glaub bletzt.» Dieses Szenario hat wohl mancher Autofahrer schon erlebt. Blitzer sorgen für die nötige Sicherheit im Strassenverkehr. Doch oftmals auf für Unmut bei den Lenkern.

In der Stadt Luzern gab es bis vor wenigen Jahren noch 43 fixe Radar- und Rotlichtanlagen. Dann wurden sie zu alt. Die Luzerner Polizei beschaffte neue. Bessere.

«Jetzt können wir Front- und Heckaufnahmen von Fahrzeugen machen», sagt Polizeisprecher Urs Wigger zu den Neuanschaffungen. Früher hätte man lediglich Bilder von Autohecks schiessen können. Zudem können die neuen Radaranlagen gleichzeitig kontrollieren, ob ein Autofahrer zu schnell unterwegs ist und ob er eine Ampel bei rot überfahren hat. Weil die neuen Anlagen so viel mehr können als die alten, wollte die Polizei die Anzahl der Standorte von 43 auf 25 reduzieren.

Projekt ist zwei Jahre verspätet

Im Jahr 2011 startete das Projekt Ersatzbeschaffung, 2014 hätte es zu Ende sein sollen. Doch daraus wurde nichts. Selbst jetzt, zwei Jahre nach dem geplanten Ende des Projekts, sind nicht alle neuen Anlagen montiert. Gemäss Wigger soll Ende dieses Jahres die letzte im Gebiet des Seetalplatzes installiert werden. Erst vor kurzem wurde an der Voltastrasse – beim Schulhaus Moosmatt – ein Blechpolizist installiert.

Statt 2014 wird es jetzt also 2016. Wieso diese Verzögerung? «Teilweise war es schwieriger, alle Anforderungen zu erfüllen und die notwendigen Bedingungen zu erhalten, als angenommen», so Wigger. Zudem war die technische Umsetzung nicht immer überall gleich einfach.

Nur 22 statt 25 geplanten Anlagen

Doch es dauert nicht nur länger, bis die neuen Radargeräte den Verkehr überwachen, sondern es werden auch weniger. Anstelle von 25 geplanten Anlagen werden nur 22 fixe montiert. Dazu kommen noch zwei semistationäre Anlagen. Gemäss Wigger gibt es weniger fest installierte Geräte, weil mit den Semistationen mehrere Standorte abgedeckt werden können. Weiter müssen die Kameras vorbeifahrende Autos frontal fotografieren müssen. Die freie, frontale Sicht sei aber nicht überall möglich gewesen. Gemäss Urs Wigger befinden sich die neuen Messanlagen grösstenteils an den gleichen Standorten wie die alten (siehe Karte).

Von den 22 festen Anlagen werden jeweils sechs mit einer Kamera bestückt. Zum Vergleich: Bei der älteren Generation waren acht Radaranlagen «scharf». Doch Temposünder und Raser haben trotzdem kein leichteres Spiel auf Luzerner Strassen. Im Gegenteil. Zu den sechs Kameras kommen noch die zwei erwähnten mobilen Anlagen hinzu. Und: Weil die neuen Geräte sowohl ein Auge auf Rotlicht- und Tempoüberschreitungen haben, ist die Abdeckung besser als zuvor.

Die Aufrüstungsaktion kostete die Luzerner Polizei rund 1,4 Millionen Franken. Wird die Investition dank der verbesserten Leistung mit mehr Bussgeldern refinanziert? Wigger verneint: «Weil die Radaranlagen Fahrzeuge frontal aufnehmen, können die Fahrer die Anlagen früher und besser erkennen.» Zwar würde das nicht mehr Bussgelder einbringen, doch das Ziel sei dadurch umso mehr erfüllt: «Mehr Sicherheit im Strassenverkehr.»

Kilian Küttel

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