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VERKEHR: Stadtrat prüft neue Carparkplätze auf der Luzerner Allmend

Der Luzerner Stadtrat will zwei neue Varianten für eine Lösung des Car-Problems prüfen. Er setzt angesichts der verfahrenen Situation auf breite Mitwirkung und Konsens – und stösst damit auf offene Ohren.
Ab morgen gilt in der Stadt Luzern das neue Car-Regime. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ab morgen gilt in der Stadt Luzern das neue Car-Regime. (Bild: Archiv Neue LZ)

Beatrice Vogel

beatrice.vogel@luzernerzeitung.ch

Es könnte eine Chance sein, die tiefen politischen Gräben zu überwinden, die sich in den letzten Jahren betreffend Carparkierung gebildet haben: Gestern präsentierte der Luzerner Stadtrat eine Studie als Reaktion auf die Volksinitiative «Aufwertung der Innenstadt» von SVP, FDP und CVP. Die Studie, die von «Interface Politikstudien» ausgearbeitet wurde und eine unabhängige Aussensicht auf die Car-Problematik bieten soll, schlägt drei Lösungen vor, die alle eine Parkierung auf der Allmend beinhalten (siehe Kasten).

Die externen Experten kamen zum Schluss, dass sich die Allmend als einfache Lösung anbietet, die sowohl für Touristen als auch für Luzerner Carreisende zumutbar ist. Die Vorteile der Allmend sind laut Ueli Haefeli von Interface unter anderem folgende: gute Erreichbarkeit ab der Autobahn, Entlastung der innerstädtischen Strassen, gute S-Bahn-Verbindungen, kein Wohngebiet. Der Nachteil ist, dass die Touristen vom Car auf die S-Bahn umsteigen und dann zu Fuss zum Schwanenplatz gehen müssen, und dass für diesen Transfer eine akzeptable Kosten-Lösung gefunden werden muss. Einige Gruppen, für die der Weg allzu lang ist, könnten allenfalls weiterhin am Löwenplatz ein- und aussteigen.

Cartourismus soll attraktiv bleiben

«Wir gehen davon aus, dass der Cartourismus auch in Zukunft ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor in Luzern sein wird», so Haefeli. Deshalb sei das Ziel, dass der Cartourismus attraktiv bleibe. Darüber hinaus soll insbesondere der Schwanenplatz langfristig carfrei und die Innenstadt attraktiver werden. Gemäss Carparkierungskonzept der Stadt Luzern besteht die Nachfrage nach rund 120 Carparkplätzen. Sobald jedoch jene auf dem Inseli aufgehoben werden, existiert in Luzern nur noch ein Drittel davon. Als möglichen Parkplatz-Standort auf der Allmend schlägt der Stadtrat den Teil westlich der Horwerstrasse im Bereich Murmattweg/Eichwaldstrasse vor.

Der Stadtrat will zwei Optionen der Studie «ergebnisoffen» weiterverfolgen: Allmend mit Innenstadtparkhaus sowie Allmend mit Überlauf. Damit kommen die Parkhaus-Ideen Musegg und Schweizerhofquai wieder ins Spiel – und der Stadtrat, der das Parkhaus Musegg einst begrüsst und später abgelehnt hatte, macht eine erneute Kehrtwende und kommt den Initianten entgegen. Allerdings sollen beide Parkhäuser nur für die Carparkierung geprüft werden, und wenn, dann mit nur wenigen Autoparkplätzen für Anwohner. «Wir wollen die beiden Projekte Vergleichen und für beide eine politische Entscheidungsreife für einen Variantenentscheid erreichen», sagt Stadtrat Adrian Borgula (Grüne). Damit geht der Stadtrat auf eine alte Forderung der Bürgerlichen ein.

Der Stadtrat betont zudem, dass die weiteren Schritte gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren erfolgen sollen, damit ein breiter Konsens für das weitere Vorgehen entsteht. Er legt sich deshalb bewusst nicht auf eine Variante fest. Insofern wird er auch keinen expliziten Gegenvorschlag zur Initiative entwerfen – obwohl dies von einer Motion von SP, Grünen und GLP gefordert wird. Vielmehr will der Stadtrat im Mai auf Grundlage der Studie dem Stadtparlament einen Bericht und Antrag unterbreiten. Darin sollen auch Vorschläge zur Attraktivierung der Innenstadt enthalten sein. «Die Motionäre sind damit einverstanden», sagt dazu Stadtpräsident Beat Züsli (SP). «Ihnen ging es um eine Alternative zur Initiative und nicht um einen Gegenvorschlag im rechtlichen Sinn.» Bleibt es bei der heutigen Ausgangslage, wird somit am 23. September die Initiative ohne Gegenvorschlag zur Abstimmung kommen.

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