VERKEHR: TCS kritisiert Verkehrsstrategie der Stadt

Die TCS-Sektion Waldstätte nimmt die Mobilitätsstrategie der Stadt Luzern skeptisch und mit grossen Vorbehalten zur Kenntnis. Hauptvorwurf: Keine Massnahmen zugunsten des Autofahrers.

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Eine der Massnahme: durchgehende Busspur auf der Pilatusstrasse. Diese soll ab kommenden Sommer realisiert werden. (Archivbild Manuela Jans / Neue LZ)

Eine der Massnahme: durchgehende Busspur auf der Pilatusstrasse. Diese soll ab kommenden Sommer realisiert werden. (Archivbild Manuela Jans / Neue LZ)

Am Freitag hat Stadtrat Adrian Borgula verschiedene Massnahmen in Zusammenhang mit der Mobilitätsstrategie der Stadt Luzern verkündet (wir berichteten). Wie die TCS-Sektion Waldstätte in einer Mitteilung schreibt, ist das Vorhaben der Stadt für den Touring-Club inakzeptabel. «Wir unterstützen die Absicht, dass eine attraktive Stadt wie Luzern sicher, zuverlässig und für alle gut erreichbar ist», schreibt Alex Mathis, Geschäftsführer der Sektion Waldstätte, in einem Communiqué. «Die Verkehrssicherheit darf jedoch nicht als Deckmantel für Verkehrsverhinderung verwendet werden».

Der TCS zeigt sich «erstaunt», dass in der Mobilitätsstrategie keine einzige Massnahme zugunsten des motorisierten Individualverkehrs aufgeführt ist. Es sei offensichtlich, dass der Verkehr in den nächsten Jahren in und um Luzern weiter zunehmen werde.

Der TCS setze sich dafür ein, dass Luzern gut erreichbar bleibe. Mobility Pricing, also die Einführung von kostenpflichtigen Strassen, für die noch von Seiten des Bundes eine gesetzliche Grundlage fehlt, sei keine nachhaltige Lösung. Vielmehr soll sich die Stadt zum Bypass bekennen und für attraktive Parkplätze einsetzen. Es sei enttäuschend und mutlos, dass vom Stadtrat dazu keine konkreten Pläne geäussert wurden.

rem