VERKEHR: Urner rüffeln die Luzerner Polizei

Die Kontrolle des Tellbus in Luzern ist noch nicht vom Tisch. Die Urner Politik kritisiert das Vorgehen der Luzerner Polizei und verlangt ein Gespräch.

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Weil die Polizei den Tellbus anhielt, mussten die Passagiere zusehen, wie sie ans Ziel kommen. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Weil die Polizei den Tellbus anhielt, mussten die Passagiere zusehen, wie sie ans Ziel kommen. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Die Geschichte wirbelte viel Staub auf: Die Luzerner Polizei hat am 23. August 2013 bei einer Grosskontrolle den Tellbus auf seiner Fahrt von Altdorf nach Luzern angehalten. Zur Prüfung kam der Bus aufs Strassenverkehrsamt. Die Buspassagiere mussten von dort ihre Weiterfahrt selber organisieren. Der Tellbus ist die direkteste und schnellste ÖV-Verbindung zwischen Uri und Luzern und wird vor allem von Pendlern genutzt.

Lösungen sollen her

In ihrem jährlichen Bericht an den Landrat moniert die Staatspolitische Kommission das Vorgehen der Luzerner Polizei. Sie kann nicht nachvollziehen, dass ÖV-Kontrollen ohne Rücksicht auf Anschlüsse der Passagiere vorgenommen werden. Auch Sicherheitsdirektor Beat Arnold wertet den Vorfall kritisch. «Solche Kontrollen sind zwar erlaubt. Trotzdem war es nicht geschickt, Tellbus und Chauffeur eine Stunde festzuhalten.»

Die Staatspolitische Kommission ersuchte den Regierungsrat, den Fall mit den zuständigen Instanzen zu thematisieren und für künftige Kontrollen geeignete Lösungen zu finden. Arnold erklärte gestern, dass die Regierung bei der Bereitschafts- und Verkehrspolizei Luzern schriftlich um ein Gespräch ersucht habe. Der Termin steht aber noch nicht fest.