VERKEHR: Verkehrsbetriebe wollen 24 neue Busse kaufen

Bis 2018 wollen die Verkehrsbetriebe Luzern fast einen Sechstel ihrer Flotte erneuern. Kostenpunkt: 10 bis 11 Millionen Franken.

Raphael Zemp
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Zwei Busse der Verkehrsbetriebe Luzern beim Bahnhof. (Bild Manuela Jans)

Zwei Busse der Verkehrsbetriebe Luzern beim Bahnhof. (Bild Manuela Jans)

Es ist ein Grosseinkauf, den die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) planen: Bis 2018 wollen sie 24 neue Stadtbusse anschaffen. Es handelt sich dabei um rund 12 Meter lange Dieselbusse ohne Schwenkgelenk, die auf sämtlichen weniger stark frequentierten Strecken (Linien 14, 15, 16, 18, 19, 21, 25 und 26) des Luzerner Busnetzes verkehren sollen. Sie sollen 24 typenähnliche Fahrzeuge der bestehenden Flotte, die 153 Fahrzeuge umfasst, ersetzen. «Wir planen keinen Ausbau», sagt Christian Bertschi, Mediensprecher der VBL. Es sei eine Anschaffung, die sich aufdränge. Denn die zu ersetzenden Busse seien schon «in die Jahre gekommen». Jeder habe bereits 400 000 bis 500 000 Kilometer auf dem Tacho. «Zudem entsprechen sie nicht mehr den neusten Umweltstandards», gibt Bertschi weiter zu bedenken. Die meisten der zu ersetzenden Busse sind seit 2006 in Betrieb. Die Anschaffungskosten für die neuen Busse dürften sich laut Bertschi auf rund 10 bis 11 Millionen Franken belaufen.

Für die 24 neuen Busse läuft noch bis zum 12. Mai ein Ausschreibeverfahren. Danach sollen Testfahrten zeigen, welches offerierte Produkt sich am besten für Luzern eignet. Danach werde entschieden. «Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr die ersten Busse geliefert bekommen», so Bertschi.

VBL setzen weiterhin auf Diesel

An den Dimensionen der neuen Busse soll sich grundsätzlich nichts ändern: Auch sie werden Platz für rund 90 Personen bieten; ein Drittel der Plätze sind Sitzplätze. Türen wird es drei geben: vorne beim Fahrer, in der Mitte und ganz hinten. Die neuen Fahrzeuge sollen wie die alten mit Diesel betrieben werden. «Dahinter stehen nicht zuletzt wirtschaftliche Überlegungen», sagt Bertschi und beschwichtigt gleichzeitig: «Die neusten Abgasnormen für Dieselmotoren Euro 6 setzen einen sehr hohen Umweltstandard.» Letztlich habe man sich aber auch deshalb für Dieselbusse entschieden, weil alternative Antriebstechnologien noch nicht genug ausgereift seien. «Bei einer Anschaffung in dieser Grössenordnung auf solche Technologien zu setzen, wäre für uns ein grosses Risiko.» Ganz auf umweltschonende Technologien verzichten wollen die VBL indes nicht. «Natürlich beobachten wir die neusten Entwicklungen auf diesem Gebiet genau», so Bertschi. Auch tausche man Erfahrungen mit anderen Schweizer Verkehrsbetrieben aus, die auf unterschiedlichste Technologien setzen würden.

In Luzern besonders im Fokus: der Hybridantrieb. Zu Testzwecken sind auf dem VBL-Streckennetz seit mehr als drei Jahren bereits sechs geleaste Hybrid­busse unterwegs. Da haben sich gewisse Probleme gezeigt. Trotzdem haben die VBL entschieden, den Versuch mit drei weiterentwickelten Hybridbussen weiterzuführen, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Daneben seien die VBL aber vor allem bemüht, das Trolleybusnetz auszubauen, sagt Bertschi. «Denn dieses ist unser umweltfreundlichstes Fortbewegungsmittel.»

Auch neue Doppelgelenkbusse

Die VBL erneuern ihren Fahrzeugpark regelmässig. So konnten dieses Jahr bereits 13 neue Gelenkautobusse für rund 7 Millionen Franken in Betrieb genommen werden. Und im Juni soll der erste von neun neuen Doppelgelenktrolleybussen ausgeliefert werden. Diese tramähnlichen Busse, die auf der Linie 1 zwischen Luzern-Maihof und Kriens-Obernau verkehren werden, kosten rund 12,75 Millionen Franken.