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VERKEHR: Zugpassagiere sollen stehen statt sitzen

Der Luzerner Regierungsrat setzt beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs vor allem auf die Busse. In der Agglomeration sollen grössere Busse zum Einsatz kommen. Und in S-Bahnen und Regional-Express-Zügen sollen Sitzplätze herausgerissen werden.
Pendler sollen künftig in den Zügen vermehrt stehen statt sitzen. (Archivbild Neue LZ)

Pendler sollen künftig in den Zügen vermehrt stehen statt sitzen. (Archivbild Neue LZ)

Wie aus einer Medienmitteilung des Kantons hervorgeht, unterbreitet der Regierungsrat dem Kantonsrat den Planungsbericht über die mittel- und langfristige Entwicklung des Angebots für den öffentlichen Personenverkehr 2014 bis 2017. Der zweite so genannte öV-Bericht gibt Auskunft über das Angebot im öffentlichen Personenverkehr, die geplanten Infrastrukturvorhaben und Angebotsveränderungen und hält die Tarifgrundsätze für das Verkehrsangebot fest.

Im Planungsbericht kündet die Luzerner Regierung Brisantes an: In den S-Bahnen und Regional-Express-Zügen werde eine «auf Luzern zugeschnittene Stehplatzkultur definiert». Zudem würden «zu Pendlerzeiten Stehplätze im Agglomerationsverkehr bei gut gestalteten Stehplatzzonen akzeptiert». Im Klartext: Zugpassagiere müssen künftig vermehrt stehen statt sitzen – weil die Kapazitäten nicht in genügendem Ausmass erhöht werden können.

Knappe finanzielle Mittel

Grundsätzlich setzt der Planungsbericht die Strategie der Vergangenheit fort. Viel Spielraum hat der Kanton indes nicht. Bei der Bahninfrastruktur gibt es Engpässe, dazu kommt, dass die finanziellen Mittel knapp sind. Angestrebt werde, dass der Selbstfinanzierungsgrad des öffentlichen Verkehrs bis 2017 von 49 Prozent auf 51 Prozent gesteigert werden könne, heisst es im Bericht.

Der Bericht geht davon aus, dass der öffentliche Verkehr im Kanton Luzern bis 2030 um 40 Prozent zunehmen dürfte. Langfristig brauche es deshalb in Luzern einen Tiefbahnhof mit Durchmesserlinie.

Busse besser mit S-Bahn verknüpfen

Kurz- und mittelfristig setzen die Planer auf eine Verbesserung des Busnetzes. In der Agglomeration sollen die Busse besser mit der S-Bahn verknüpft werden, so dass das Umsteigen erleichtert wird. Statt mehr Busse sollen grössere zum Einsatz kommen. Zudem sollen die Busse an den Ampeln gegenüber den Autos bevorzugt werden.

Auf der Landschaft sollen die Überlandbusse in den Regionalzentren ebenfalls besser auf die Bahnen abgestimmt werden. Auch die Buslinien sollen untereinander verknüpft werden. Wo nötig, soll es Pendler-Expresslinien geben. Ein besonderes Augenmerk soll Sursee gelten, wo die Mobilität langsam ein städtisches Ausmass annehme.

Wichtigste Massnahmen 2014 bis 2017

  • Viertelstundentakt auf der Zentralbahn
  • Neuausrichtung des Busnetzes in Luzern Süd
  • Ausrichtung Busnetz auf S-Bahn, Planung und Bau von öV- Verknüpfungspunkten im ganzen Kanton
  • Substanzerhaltung und Erneuerung der BLS-Strecken
  • schrittweise Umsetzung des Angebotskonzepts «AggloMobil due»
  • Inbetriebnahme der Trolleybusverlängerung ins Luzerner Stadtquartier Büttenen
  • neue Trolleybuslinie 3 Kriens-Emmenbrücke/Seetalplatz
  • Rollmaterialerneuerungen, Kapazitätserhöhungen und Angebotsoptimierungen
  • Anpassung des Zonensystems im Tarifverbund Passepartout

kst/nus/sda

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