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VERKEHR: Zwei Züge blockierten den Luzerner Bahnhof

Drei Stunden lang ging im Bahnhof von Luzern fast gar nichts mehr. Und zwar wegen Problemen an einer bekannten Stelle.
Kilian Küttel
Pendler warten am Bahnhof Luzern auf ihren Zug. (Bild: Leserbild: Martin Medic (Luzern, 7. November 2017))

Pendler warten am Bahnhof Luzern auf ihren Zug. (Bild: Leserbild: Martin Medic (Luzern, 7. November 2017))

Mühsamer Wochenstart für viele Luzerner Pendler: Gestern Morgen, kurz vor 8 Uhr, steckten zwei Züge im Bahnhof von Luzern fest. Der erste, ein Voralpenexpress der Südostbahn (SOB) in Richtung St. Gallen, konnte nach einer Viertelstunde zwar wieder weiterfahren, da auf Notbetrieb umgestellt wurde.

Wenig später blieb aber ein zweiter Zug liegen – und dieser sorgte für weiterreichende Konsequenzen: «Wir mussten den Zug abschleppen, nachdem die Passagiere auf einen Ersatzzug umgestiegen sind», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli auf Anfrage unserer Zeitung. Der Übeltäter im zweiten Fall war ein Regioexpress der BLS.

Ursache waren Fahrzeugstörungen

Laut Schärli handelte es sich bei beiden Zwischenfällen um eine Fahrzeugstörung. Woran es beim Regioexpress gelegen hat, konnte BLS-Sprecher Stefan Dauner nicht sagen: «Was genau der Fehler war, wird nun untersucht. Wir können auch nicht sagen, ob allenfalls die Kälte zur Störung geführt hat.» Gemäss SOB-Sprecher Christoph Hug lag es beim Voralpenexpress an einem Motorenschaden. «Die Kälte hatte mit der Störung nichts zu tun.»

Ob Kälte oder nicht – der Luzerner Bahnhof war während gut drei Stunden nur sehr eingeschränkt befahrbar. Denn sowohl der BLS-Zug als auch die SOB-Komposition blieben im Gebiet Gütsch stecken – also an jenem neuralgischen Punkt, an dem mehrere Gleise zusammenlaufen und der als Nadelöhr des Luzerner Bahnhofs gilt.

Daher sorgte die Blockade für weiterreichende Einschränkungen, was laut Reto Schärli für die Pendler «sehr ärgerlich» war. «Auch wenn um 8 Uhr schon viele Personen bei ihrer Arbeitsstelle sind, gilt für uns bis 9 Uhr Hauptverkehrszeit.» Aufgrund der Störung konnten ein- und ausfahrende Züge nur eines von drei Gleisen befahren. Daher mussten etliche Züge bereits in Vorortbahnhöfen gewendet werden – wie beispielsweise beim Verkehrshaus. Um die Auswirkungen abzufedern, waren zudem Bahnersatzbusse im Einsatz.

SBB schliessen Weichenproblem aus

Bei dieser Ausgangslage kommen unweigerlich Erinnerungen an den Vorfall vom März letzten Jahres auf: Damals war ein Trenitalia-Zug unweit der Langensandbrücke entgleist, der Bahnhof für mehrere Tage nicht befahrbar – mit Ausnahme von einzelnen Zügen der Zentralbahn. Die Abklärungen der Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) dauern zwar noch an, dennoch planen die SBB bereits jetzt, einzelne Weichen in Luzern auszuwechseln und durch robustere zu ersetzen. SBB-Sprecher Reto Schärli erklärt aber, dass die Blockade gestern nicht von einer allfällig fehlerhaften Weiche ausgelöst worden war.

Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

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