VERKEHRSBETRIEBE LUZERN: Jetzt gibts Zisch-Nachrichten auch im Bus

In den VBL-Bussen gibts ein neues Angebot: Auf Bildschirmen werden Wetter­infos, Nachrichten und Ausgehtipps publiziert.

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Auf solchen Doppelbildschirmen gibts neu aktuelle Informationen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Auf solchen Doppelbildschirmen gibts neu aktuelle Informationen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Beim Busfahren wird sich künftig niemand mehr langweilen müssen. Ab morgen läuft in den Bussen der Luzerner Verkehrsbetriebe (VBL) ein «Infotainment»-Programm.

Auf den neuen Bildschirmen, die im letzten Jahr in den VBL-Bussen installiert wurden, wird den Fahrgästen ein sogenanntes «Infotainment»-Programm geboten: «Eine Mischung aus Information und Unterhaltung», erklärt Beat Nater, Betriebsleiter der VBL. Es werden regionale, nationale und internationale Meldungen gesendet, dazwischen gibt es Veranstaltungstipps, Wetterkarten und Werbung. «Das Programm dauert jeweils drei Minuten. Es besteht aus bewegten und unbewegten Bildern und wiederholt sich ständig», sagt Nater.
Die Nachrichten würden regelmässig aktualisiert. «Die regionalen Meldungen stammen von ?Zisch?, der Onlineplattform der ?Neuen Luzerner Zeitung?», so Nater. Für die nationalen und internationalen Nachrichten sei die Onlineplattform der «Neuen Zürcher Zeitung» verantwortlich.

Neuland für die APG Traffic
Für den Betrieb der Bildschirme ist die APG Traffic zuständig. Die Firma betritt damit Neuland: «Es ist für uns ein Pilotprojekt», sagt Geschäftsleiter Daniel Flück.

Bildschirme in Bussen seien im Kommen. «Dafür müssen die Busse mit Rechnern ausgestattet werden, die genug Kapazität für Bewegtbilder haben», erklärt der Geschäftsleiter. Die Datenübertragung erfolge im Depot per Internet oder während der Fahrt über das Handynetz.

Zwei Bildschirme
In der Zentralschweiz haben gemäss VBL-Betriebsleiter Nater bis jetzt die Auto AG Schwyz und die Zugerland Verkehrsbetriebe in ihren Bussen solche Systeme installiert. Im Gegensatz zu Luzern habe man dort aber nur einen Bildschirm. «Wir haben uns für diese Screens entschieden, weil so der Linienverlauf nicht überblendet wird», sagt Nater.
Der Testbetrieb sei in den letzten vier Monaten in vier Bussen durchgeführt worden. «Die Rückmeldungen waren positiv. Man hört allgemein, dass die Screens gut beachtet werden», sagt der VBL-Betriebsleiter.

Anhänger nicht ausgerüstet
Nicht zu sehen ist das «Infotainment»-Programm in Anhängerbussen. Auch die Hochflurbusse werden nicht mit dem neuen System ausgerüstet. «Das lohnt sich nicht mehr, denn sie werden in den nächsten Monaten nach und nach durch neue Busse ersetzt», so Beat Nater.

Corinne Schweizer