Verkehrsbetriebe testen vollelektrischen Bus

Die Verkehrsberiebe Luzern (VBL) haben einen Prototypen des Solaris urbino electric getestet. Die Praxiserfahrungen mit dem vollelektrischen Bus sind wertvoll für die Weiterentwicklung der noch neuen Antriebstechnologie.

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Der vollelektische Bus war in Luzern während fünf Tagen im Einsatz.

Der vollelektische Bus war in Luzern während fünf Tagen im Einsatz.

Im Rahmen einer Europa-Tournee hat ein Prototyp des Solaris urbino electric in Luzern Halt gemacht und war als Schweizer Premiere vom 12. bis 17. Oktober auf der Linie 11 der VBL unterwegs. Der Solaris Urbino electric ist ein vollelektrischer Midibus und verfügt über einen Elektromotor mit der Leistung von 120 kW, wie die VBL am Dienstag mitteilten. Die Energie, die der Bus für den Antrieb des Elektromotors braucht, wird in zwei Batterien gespeichert. Damit kann der Solaris Urbino electric gut 100 Kilometer zurücklegen, ohne die Batterie nachzuladen.

Geringe Lärmemission als Vorteil

Generell würden die verschiedenen Auswertungen und Rückmeldungen laut Mitteilung ein positives Bild zeigen: Der Bus meisterte die topographisch anspruchsvolle und enge Strecke der Linie 11 gut. Seitens der Kunden wurdeunter anderem zurückgemeldet, wie leise das Fahrzeug sei, was insbesonders in Quartieren und Wohngebieten einen spürbaren Vorteil darstelle.

Verbesserungsbedarf wurde während des Testbetriebs bei den zum Teil engen Sitzplätzen, bei der Klimaanlage und der Heizung festgestellt.

Derzeit keine Beschaffung geplant

Momentan steht bei den VBL keine Beschaffungen von Midibussen an, dennoch werde die Entwicklungen von Elektrobussen mit Interesse weiterverfolgt. Die VBL seien überzeugt, dass der Elektrobus bei kleinen und damit leichteren Fahrzeugen die grössten Realisierungschancen hat. Bei grösseren und schwereren Fahrzeugen wie Gelenk- oder Doppelgelenkbussen verfüge der Trolleybus allerdings noch immer über klare Vorteile.

pd/zim