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Verkehrshaus Luzern: Eine «Waschmaschine» gesellt sich zum Schienenverkehr

Seit Mittwoch ist das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern um eine Attraktion reicher. Eine ausgemusterte Schotterreinigungsmaschine rückt Unbekanntes in den Vordergrund.
David von Moos
Ein Ungetüm von einer «Waschmaschine»: Die 40-jährige Schotterreinigungsanlage der Themeninsel «Bahnbau macht mobil!» in der Schienenhalle des Verkehrshauses. (Bild: PD)

Ein Ungetüm von einer «Waschmaschine»: Die 40-jährige Schotterreinigungsanlage der Themeninsel «Bahnbau macht mobil!» in der Schienenhalle des Verkehrshauses. (Bild: PD)

Die neue Themeninsel in der Halle Schienenverkehr widmet sich dem Gleisbau und Streckenunterhalt. Unter dem Motto «Bahnbau macht mobil!» stehen die faszinierende Welt der Bahntechnik und ihre vielfältigen Berufe im Fokus. «Fahrwege, Weichen sowie Fahrleitungen sind ein wichtiger Teil der Bahntechnik», teilten das Verkehrshaus und das Bahntechnikunternehmen Sersa Schweiz zur Eröffnung am Mittwoch gemeinsam mit.

Im Zentrum der neuen Ausstellung steht eine alte fahrbare Schotterreinigungsanlage, die rund 19 Meter lang und 40 Tonnen schwer ist. Doch was hat so eine «Waschmaschine» im Verkehrshaus verloren? «Mobilität, wie wir sie zeigen, ist eigentlich grenzenlos», erklärte Verkehrshaus-Sprecher Olivier Burger auf Anfrage. Die Schotterreinigungsmaschine sei wichtig für den Schienenunterhalt.

Sersa habe mit seinen Innovationen über Jahrzehnte zur umweltfreundlichen und effizienten Schienenmobilität der Schweiz beigetragen. Eine dieser Innovationen sei die seinerzeit neu präsentierte Schotterreinigungsmaschine «Wieger». «Über 40 Jahre lang war sie schweizweit auf unzähligen Baustellen im Einsatz, vor allem wenn es um die Gesamterneuerung von Weichen ging», so Burger. Mit der neuen Themeninsel wolle man den Besuchern die Bahninfrastruktur näherbringen. «Wir wollten schon lange einmal zeigen, was es im Hintergrund braucht, damit der Schienenverkehr überhaupt rollen kann.»

Nachtarbeit im Scheinwerferlicht

Die Ausstellung hat laut Olivier Burger auch noch einen anderen Zweck: «Damit machen wir auch Tätigkeiten sichtbar, die sich hauptsächlich in der Nacht abspielen. Das ist eine gute Gelegenheit, all die technischen Berufe vorzustellen, die die täglichen Höchstleistungen der SBB überhaupt erst ermöglichen.»

Mit der neuen Themeninsel in der Dauerausstellung Schienenverkehr gehe für das Verkehrshaus ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. «Die Idee, mit einem Partner aus dem Bereich der Bahntechnik etwas zu machen, gab es schon länger.»

Bei der ausgestellten Schotterreinigungsmaschine handelt es sich um eine Leihgabe der Sersa Group, einem europaweit tätigen Schweizer Bahntechnikkonzern, der auf den Oberbau von Schienenwegen spezialisiert ist.

Schotter braucht Pflege

Schotter dient vorwiegend zur Lastverteilung des Schienenfahrzeugs in den Untergrund und zur Federung des Fahrweges. Bei festen Fahrbahnen aus Beton sind dazu Konstruktionen mit gummiähnlichen Kunststoffen nötig. Im Gegensatz zu Beton bedeutet Schotter mehr Wartungsaufwand, federt aber besser und führt deshalb auch zu weniger Lärmentwicklung. Schotter muss regelmässig gelockert und neu gestopft werden. Durch Betrieb und Verwitterung verdichtet sich der Schotter und verliert wichtige bautechnische Eigenschaften. Daher muss er nach 15 bis 30 Jahren erneuert oder ersetzt werden. Dabei wird der mit Schadstoffen wie Öle und Abrieb belastete Schotter gewaschen. (red)

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