Selfie mit der Lieblings-Bolide im Verkehrshaus Luzern 

Eine neue Sonderausstellung lockt mit legendären Motorsport-Boliden in die Halle Strassenverkehr. Wer mag, kann selber den Rennpiloten geben.

Roman Hodel
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Besucher an der Eröffnung der Sonderausstellung «Red Bull World of Racing» im Verkehrshaus.

Besucher an der Eröffnung der Sonderausstellung «Red Bull World of Racing» im Verkehrshaus.

(Bilder: Dominik Wunderli, Luzern 11. Dezember 2019

«Darf es ein Glas Weiss- oder Rotwein sein?» Die Frage am Eröffnungsevent am Mittwochabend im Verkehrshaus Luzern war einigermassen überraschend. Man hätte angesichts des Hauptsponsors der neuen Sonderausstellung mit einer Dose Energydrink gerechnet. Zu sehen gibt’s in der obersten Etage der Halle Strassenverkehr nun während eines Jahres eine geballte Ladung an legendären, originalen Motorsport-Rennfahrzeugen.

Da wäre etwa der Toro Rosso von 2008. Mit dem Schwesterauto gewann Sebastian Vettel damals mit 21 Jahren als jüngster Fahrer bislang einen Grand Prix. «Mein absolutes Favoritenfahrzeug an dieser Ausstellung», sagte Besucher Adrian Wälti (27) aus Seon AG. Oder da ist der VW Polo R WRC, laut Organisatoren das erfolgreichste Rallye-Auto der Geschichte mit 43 von 52 möglichen Siegen in den Jahren 2013 bis 2016.

An dessen Steuer sass unter anderem der Franzose Sébastien Ogier (35). Der sechsfache Rallye-Weltmeister war gestern zusammen mit weiteren Motorsport-Stars vor Ort. Sein liebstes Ausstellungsstück? «Natürlich der eigene Wagen.» Auch den Simulator hat Ogier getestet. «Das macht richtig Spass», sagte er.

Wer mag, kann hier selber den Rennpiloten geben. Zur Auswahl stehen mehrere Fahrzeuge und Grand-Prix-Strecken. Während der fünfminütigen Fahrt neigt sich der Simulator beim Beschleunigen, Bremsen und Lenken fast wie in echt. Besucher Pius Erni (60) aus Altendorf SZ hatte für seinen Toyota Nascar allerdings die nicht ganz optimale Strecke gewählt: «Die Fahrt war etwas holprig», sagte er und fügte an:

«Aber dieser Simulator macht süchtig.» ­

Apropos süchtig: «Red Bull» gab’s dann doch noch, griffbereit in kleinen Kühlschränken.

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