Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Tagespass zieht mehr Besucher ins Verkehrshaus

Das Verkehrshaus der Schweiz mitsamt Planetarium und Co. legt erneut zu: Es verzeichnet 2018 über 890000 Eintritte. Allerdings ging im Museum selber die Besucherzahl zurück. Schuld ist das blendende Wetter im Sommer.
Simon Mathis
Erneut legt das Verkehrshaus bei den Eintritten zu – aber nicht überall. Im Bild Ruedi Widmer, der eine Schulklasse durchs Museum führt. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 15. Mai 2018)

Erneut legt das Verkehrshaus bei den Eintritten zu – aber nicht überall. Im Bild Ruedi Widmer, der eine Schulklasse durchs Museum führt. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 15. Mai 2018)

Das Verkehrshaus der Schweiz verzeichnet erneut mehr Eintritte: Über 890000 waren es im vergangenen Jahr. Dies vor allem dank den Zusatzangeboten, wie es in einer Mitteilung des Verkehrshauses heisst. Der Anfang 2018 eingeführte Tagespass habe dazu geführt, dass etwa das Planetarium, die «Media World» oder die Themenwelt «Swiss Chocolate Adventure» höheren Zulauf erfuhren.

Über den grössten Besucherzuwachs kann sich die Media World freuen. Sie verzeichnete knapp 108'000 Besucher – 35,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch das Planetarium und das «Swiss Chocolate Adventure» und das Filmtheater hatten einen höheren Zulauf als im Vorjahr (siehe Tabelle).

Eintritte ins Verkehrshaus

im Jahr 2018
Angebot Eintritte
Museum 496'147
Filmtheater 126'849
Planetarium 75'932
Swiss Chocolate Adventure 83'175
Media World 107'961
Total 890'064

«Mit dem Tagespass sind wir dem Wunsch vieler Besucher nach einer Art Flatrate gefolgt», sagt Verkehrshaus-Direktor Martin Bütikofer. Das Ticket sollte den Besuchern aufzeigen, wie breit das Angebot des Verkehrshauses sei. «Die Zahlen zeigen nun, dass diese Strategie aufgegangen ist», so Bütikofer.

Schöne Wochenenden versalzen das Geschäft

2018 war auch das Jahr, in dem es zum ersten Mal kein Familienticket mehr gab – jetzt wird nur noch pro Kopf gerechnet. «Die Abschaffung hat das Einkassieren wesentlich einfacher gemacht», sagt Martin Bütikofer. Das Familienticket werde den Lebensformen der heutigen Besucher nicht mehr gerecht, da es von einem klassischen Mutter-Vater-Modell ausgehe.

«Im Januar hat es noch einige Diskussionen zu der Änderung gegeben, aber insgesamt hatten wir fast keine Reaktionen.»

890'000 Eintritte ins Museum und den Zusatzangeboten ist eine stolze Zahl – seit fast zehn Jahren war sie nicht mehr so hoch. Wermutstropfen ist das Museum selbst, das rund 49'6000 Eintritte verzeichnete. Das liegt unter den Erwartungen, budgetiert waren 530’000 Besucher. «Grund dafür ist die sehr lange und trockene Schönwetterperiode im Sommer», sagt Martin Bütikofer. «Wir hatten vierzehn schöne Wochenende hintereinander, das wirkt sich natürlich aufs Resultat aus.» Denn ein schönes Wochenende sei etwa vier- bis fünfmal schlechter fürs Geschäft, als ein regnerisches.

Die Besucherzahlen des Museums gingen in den letzten Jahren zurück: 2017 waren es 519'997, 2016 noch 536'431. Dazu Bütikofer:

«Das ist kein Abwärtstrend. Die Zahl schwankt immer um eine halbe Million herum – mal ist sie höher, mal tiefer.»

Ein Blick auf die Kennzahlen der vergangenen fünfzehn Jahre bestätigt dies. Die Freizeitindustrie werde stets vielfältiger, so Bütikofer. Dazu gehöre auch Einkaufen am Sonntag. Ausserdem sei es eine grosse Herausforderung, die Besucherzahl bei diesen Summen alljährlich noch weiter zu steigern.

Verkehrshaus will künftig mehr Touristen anlocken

«Mit den Eintritten ins Museum bin ich nicht zufrieden», sagt Bütikofer. «Aber ich bin zufrieden, dass wir immerhin fast eine halbe Million Leute für unser Museum begeistert haben.» Die Schönwetterperiode habe das Resultat zwar versalzen. Aber sie habe auch gezeigt, dass das Verkehrshaus bei schönerem Wetter robuster geworden sei. «In Zukunft wollen wir noch stärker dafür sorgen, dass unser Haus nicht nur als Schlechtwetter-Programm wahrgenommen wird», sagt Bütikofer. Ein weiteres Vorhaben sei es, mehr ausländische Besucher zu gewinnen. Bütikofer erläutert:

«Das ist gar nicht so einfach, da viele Touristen in einem Tag durch Luzern hetzen.»

Aber jene, die mehrere Tage bleiben, wolle das Verkehrshaus vermehrt anziehen. Ziel für das laufende Jahr sei es, wieder 520 000 Besucher im Museum zu verzeichnen.

Der Nettoerlös des Verkehrshauses betrug im vergangen Jahr über 18 Millionen Franken. Er ging um 8,4 Prozent zurück. Grund dafür seien Mindereinnahmen im Sponsoring und bei den Ausstellungspartnern. Das Verkehrshaus schloss die Jahresrechnung mit einem Unternehmensgewinn von rund 330'000 Franken ab. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 12 Prozent.

Die Anzahl der Mitgliedschaften nahm im vergangenen Jahr leicht zu. Weitere Kennzahlen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Das Verkehrshaus 2018 in Zahlen

Total Eintritte NaN
Mitglieder NaN
Führungen 514
Schulklassen 2610
Anlässe 920

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.