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Verkehrshaus Planetarium feiert 50-jähriges Bestehen

20 Tage vor der ersten Mondlandung, am 1. Juli 1969, eröffnete das Verkehrshaus der Schweiz das grösste und damals einzige Planetarium der Schweiz. Dieses Ereignis wird am nächsten Wochenende mit einem Spezialprogramm gefeiert.
Aus dem Inneren des Planeteriums. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. März 2014)

Aus dem Inneren des Planeteriums. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 6. März 2014)

(pd/stp) Vor genau 50 Jahren eröffnete das Verkehrshaus der Schweiz das damals einzige Planetarium der Schweiz. Dieses Wochenende soll dieser Meilenstein gewürdigt werden. Es werden dabei Shows aus einem halben Jahrhundert Planetarium-Geschichte gezeigt. Zudem werden zwei Konzerte das Jubiläumswochenende bereichern. Dies geht aus einer Mitteilung des Verkehrshauses der Schweiz hervor.

Das Programm sieht wie folgt aus: Robot Koch hat gemäss der Mitteilung mit seinem aktuellen Album Sphere eine epische, dunkle und gleichsam eingängige und melodische Soundwelt kreiert, die den Zuhörer am Samstagabend mit auf eine Reise in die Weiten des Alls nimmt. Im Vorprogramm tritt ausserdem Delhia de France mit einer Tanzperformance von «Moving Mountains» auf. Am Sonntag präsentiert die Sängerin Susanne Mecklenburg am Piano begleitet von William Hancox das Programm «Over The Moon: Klassischer Gesang, Musik und Geschichten reflektieren die Geheimnisse des Erdbegleiters.

Der Kalte Krieg hallt nach

Lang ist es her, als das Planetariume eröffnet wurde: Am 1. Juli 1969 wurden die ersten neugierigen Gäste im damaligen Planetarium Longines, benannt nach dem Hauptsponsor, begrüsst. Gemeinsam mit dem ersten Verkehrshausdirektor Alfred Waldis eröffnete der US-Astronaut John Glenn um 12 Uhr das Planetarium mittels Livekommentar via den Nachrichtensatelliten «Early Bird» aus New York. Glenn war der erste Amerikaner, der die Erde in einem Raumschiff umkreist hatte.

Zu dieser Zeit bewegte auch ein anderer Ereignis die Raumfahrt: die Landung des ersten Menschen auf dem Mond. Die Begeisterung rund um das Space Race zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten verhalf dem Planetarium zu einem langanhaltenden Popularitätsschub. Die Sternenprojektionen wurden zu einem Anziehungspunkt für Jung und Alt. Viele weitere Astro- und Kosmonauten waren danach im Planetarium zu Gast – darunter die Amerikaner Neil Armstrong und Charlie Duke, der Russe Vitali Sevastianov, der Schweizer Claude Nicollier oder Wernher von Braun, der Planungsdirektor der Nasa.

Mit der Technik mitgehen

Dank der Projektionsfläche von 510 Quadratmetern und einem 2.5 Tonnen schweren Sternenprojektor der Firma Carl Zeiss konnten bereits Ende der Sechzigerjahre tausende Sterne an den künstlichen Himmel projiziert werden. Der mächtige Projektor in der Mitte des Raumes diente zur Darstellung von fast 9000 Fixsternen und mit Hilfe von dutzenden Zusatz- und Diaprojektoren liessen sich auch Rundpanoramen, Sonnen- und Mondfinsternisse, Sternschnuppen und Kometen darstellen. Die Bewegungen wurden von Hand über ein Schaltpult mit 170 Knöpfen geregelt.

Ende 2013 wurde der in die Jahre gekommene mechanische Projektor durch eine moderne, digitale Vollkuppelprojektion ersetzt. Das Sternentheater wurde zum Weltraumsimulator. Zehn Hochleistungscomputer ermöglichen seither dank fünf Projektoren virtuelle Flüge – live und interaktiv mit Publikum − zu Planeten, Monden und sogar über die Milchstrasse hinaus. Auch kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte finden inzwischen unter der Kuppel statt. Eigenproduktionen (Patrouille Suisse & PC-7 Team 360°) und Kollaborationen in Lizenz mit zahlreichen Planetarien weltweit (Planetenwelten, LIMIT, Stella Nova, Dort draussen, Rosetta & Philae) sorgen dafür, dass das Planetarium im Verkehrshaus auch die nächsten 50 Jahre überraschend, faszinierend und lehrreich bleiben will.

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