Verkehrshaus setzt verstärkt auf Touristen

Die Besucherzahlen sind rückläufig, besonders im Filmtheater. Dennoch sieht der Verkehrshaus-Direktor keinen Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Martin Bütikofer hat 1000 Ideen in petto – und sieht insbesondere bei den Touristen grosses Besucherpotential.

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Direktor Martin Bütikofer in der Eingangshalle des Verkehrshauses. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Direktor Martin Bütikofer in der Eingangshalle des Verkehrshauses. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Zum Wochenbeginn vermeldete das Verkehrshaus die aktuellen Besucherzahlen. 2012 verzeichnete das Haus fast 724 600 Eintritte, davon besuchten knapp 506 100 das Museum. Damit bleibt das Verkehrshaus das meistbesuchte Museum der Schweiz. Auffällig ist jedoch, dass die Zahlen seit dem Spitzenjahr 2009 (927 266 Besucher) zurückgehen. Von einer Krise will Verkehrshaus-Direktor Martin Bütikofer trotzdem nicht reden. Das Museum sei «auf Kurs», so der 52-Jährige im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag». Optimierungspotential sieht Bütikofer vor allem bei den Touristen. Im Moment kommen rund 15 Prozent der Verkehrshaus-Besucher aus dem Ausland. «In diesem Bereich wollen wir uns markant steigern», so Bütikofer. Interessant seien vor allem die neuen Märkte wie China oder Indien.
 
Um die Gäste aus aller Welt ins Verkehrshaus zu locken, will Bütikofer künftig verstärkt auf innovative Themen setzen.  «Der Inder kommt nicht in die Schweiz, um hier in einem Museum alte Dampflokomotiven zu betrachten. Diese hat er nämlich auch zu Hause», so Bütikofer. Stattdessen würden sich diese Gäste vor allem auf moderne Themen – etwa für den längsten Tunnel der Welt oder Solar-Projekte interessieren.

Daniel Schriber

Das ausführliche Interview mit Martin Bütikofer lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.