Vermisster Soldat wird Fall für Militärjustiz

Die Militärjustiz eröffnet gegen den vermissten Soldaten Raphael Brunner aus Emmenbrücke eine Untersuchung. Es bestehe der Verdacht auf «unerlaubtes Entfernen von der Truppe».

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Raphael Brunner aus Emmenbrücke. (Bild: Kapo Graubünden)

Raphael Brunner aus Emmenbrücke. (Bild: Kapo Graubünden)

Schon seit Anfang April wird Raphael Brunner aus Emmenbrücke vermisst. Bei seinem Verschwinden leistete der 29-Jährige Dienst im Truppenlager S-chanf im Kanton Graubünden. Wie «20 Minuten online» am Donnerstag meldet, habe die Militärjustiz mittlerweile eine Untersuchung gegen den Soldaten eröffnet.

Brunner sei in den ersten Tagen nach seinem Verschwinden noch als Vermisster eingestuft worden, mittlerweile bestehe auch der Verdacht auf «unerlaubtes Entfernen von der Truppe», wie eine Sprecherin gegenüber dem Internetportal bestätigte. «Der militärische Untersuchungsrichter könnte den Verdächtigten noch zur Fahndung ausschreiben», heisst es weiter.

Seitens der Kantonspolizei Graubünden habe man keine Hinweise und erwarte in nächster Zeit auch keine neuen Spuren. Eine gross angelegte Suchaktion in S-chanf war erfolglos geblieben.

bep

Raphael Brunner aus Emmenbrücke. (Bild: Kapo Graubünden)

Raphael Brunner aus Emmenbrücke. (Bild: Kapo Graubünden)

Signalement

Raphael Brunner ist 29 Jahre alt, rund 180 Zentimeter gross und von mittlerer Statur. Er trägt eine Brille und hat dunkelbraune, kurze Haare, braune Augen und einen Dreitagebart.

Hinweise zum Verbleib des Vermissten sind erbeten an die Kantonspolizei Graubünden in St. Moritz, Telefon 081 837 54 60, oder an jede andere Polizeidienststelle.