Vermögensverwalter ist zu Recht verurteilt

Das Luzerner Obergericht hat einen Vermögensverwalter zur Recht wegen gewerbsmässigen Betrugs verurteilt. Das Bundesgericht bestätigte das entsprechende Urteil des Obergerichts. Dieses hatte ihn zu einer Freiheitsstrafe von knapp dreieinhalb Jahren verurteilt.

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Das Luzerner Obergericht am Hirschengraben. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Das Luzerner Obergericht am Hirschengraben. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Der Beschuldigte und ein Komplize hatten als Vermögensverwalter zwischen Juni 1999 und Oktober 2001 über 20 Mio. Franken entgegengenommen. Davon zahlten sie den Kunden auf deren Verlangen im Verlaufe der Zeit rund 9 Millionen Franken zurück.

Wie aus dem am Montag veröffentlichten Urteil hervor geht, erzielte die Gesellschaft der beiden von Anfang an Verluste. Sie verheimlichten diese Tatsache jedoch mit fiktiven Zahlen. Mit einem professionellen Auftreten vermittelten sie zudem das Bild eines erfolgreichen, seriösen und vertrauenswürdigen Unternehmens.

Nachdem das Kriminalgericht die Männer des gewerbsmässigen Betrugs schuldig gesprochen hatte, gelangte der Beschuldigte an die höhere Instanz und verlangte erfolglos einen Freispruch. Das Obergericht stufte sein Verschulden als sehr schwer und den entstandenen Schaden als sehr hoch ein. Es verurteilte ihn wegen gewerbsmässigen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren, 5 Monaten und 15 Tagen.

sda/zim