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Vernünftiger Entscheid im Vergewaltigungs-Fall Emmen

Alexander von Däniken, Ressortleiter Kanton Luzern, über den Entscheid, die Ermittlungen im Fall der Vergewaltigung in Emmen zu sisiteren.
Alexander von Däniken
Alexander von Däniken (Bild: Pius Amrein)

Alexander von Däniken (Bild: Pius Amrein)

Die Vergewaltigung einer jungen Frau in Emmen hat weit über die Zentralschweiz hinaus Betroffenheit ausgelöst. Und sie hat Fragen aufgeworfen: Warum meldet der Täter sich nicht, nachdem er von der Querschnittlähmung des Opfers erfahren hat? Warum kann die Polizei den Täter auch nach über zweieinhalb Jahren nicht finden?

Die letzte Frage gewinnt jetzt an Gewicht. Jetzt, wo die Luzerner Staatsanwaltschaft entschieden hat, die aktiven Ermittlungen auf Eis zu legen. Vorwürfe an die Ermittler sind aber fehl am Platz. Zahlen belegen, dass nichts unversucht geblieben ist: knapp 10000 geprüfte Personendaten, über 400 DNA-Auswertungen und gegen 600 überprüfte Hinweise. Dahinter steckt ein unglaublicher Aufwand. Irgendwann müssen die personellen und finanziellen Ressourcen bei ausbleibendem Erfolg auch anderen Fällen zur Verfügung stehen.

Das soll nicht heissen, dass der Emmer Vergewaltigungsfall ruhen wird. Die Datenbanken der Polizei sind jederzeit für neue Abgleiche offen; ebenso die Telefone der Ermittler für neue Hinweise. Nicht selten werden solch komplexe Fälle erst nach vielen Jahren gelöst – durch Zufall oder technische Revolutionen.

Gerade bahnt sich eine neue Entwicklung an: Aus DNA-Spuren sollen in der Schweiz künftig auch Merkmale wie Augen-, Haar- oder Hautfarbe gelesen und verwertet werden können. Das ist technisch schon möglich, noch fehlt die entsprechende Gesetzesgrundlage. Initialzündung für dieses Instrument war der Vergewaltigungsfall von Emmen. Vielleicht bringt das Erfolg. Vielleicht wird es auch Kommissar Zufall sein.

Alexander von Däniken

alexander.vondaeniken@ luzernerzeitung.ch

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