Verschiebung des CSS-Gewerbegebäudes ist laut einem Luzerner Architekten möglich

Eine Verschiebung des Gewerbegebäudes an der Tribschenstrasse in Luzern kommt für die CSS nicht in Frage. Dabei hat Architekt Marc Syfrig bereits Pläne dafür erarbeitet.

Beatrice Vogel
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Der Streit tobt seit Jahren: Die CSS-Versicherung will das Gewerbegebäude an der Luzerner Tribschenstrasse abreissen und einen Neubau erstellen, Architektenverbände wollen das Gebäude erhalten. Nachdem das Kantonsgericht den Abriss erlaubt hat, liegt der Fall derzeit vor Bundesgericht.

Im Sommer brachte der Luzerner Anwalt und Besitzer des Nachbargrundstücks, Jost Schumacher, die Idee auf, das Gebäude zu verschieben. Er würde die Kosten für Verschiebung und Sanierung übernehmen. Auf Anfrage bestätigt Schumacher nun, das Angebot gelte nach wie vor. Er sei auch schon von potenziellen Mietern angefragt worden.

Das Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse könnte nach rechts verschoben werden.

Das Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse könnte nach rechts verschoben werden.

Pius Amrein (Luzern,
12. August 2020)

Aufgrund dessen hat der Luzerner Architekt Marc Syfrig auf eigene Initiative Pläne für eine Verschiebung ausgearbeitet. «Es wäre problemlos möglich, das Gebäude zu verschieben und den Neubau der CSS zu realisieren», sagt er. Sowohl die CSS wie auch Jost Schumacher hätten Kenntnis von den Plänen. Den Stadtrat habe er über die Pläne orientiert und ihm im September angeboten, diese zu präsentieren. «An einem runden Tisch könnte man zu einer Lösung gelangen, bei der alle gewinnen», ist Syfrig überzeugt. Zu seiner Enttäuschung bevorzuge die CSS aber den Gerichtsweg.

Stadtrat bezieht keine Stellung zur möglichen Verschiebung

Der Stadtrat habe Kenntnis von der Verschiebungsidee, ihm «liegen bis heute jedoch keine Unterlagen» dazu vor, schreibt er in seiner Antwort auf eine Interpellation von FDP-Grossstadtrat Fabian Reinhard. Er könne deshalb keine Aussage zur Machbarkeit machen und ebenso wenig dazu, ob er eine Verschiebung des Gebäudes unterstütze, so der Stadtrat. Er stelle sich grundsätzlich hinter die Entwicklungsabsichten der CSS.