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VERSCHWENDUNG: Erste Hotels ziehen nach

Nicht nur das «Monopol», auch andere Hotels kämpfen gegen Lebensmittelverschwendung. Doch es gibt Edelherbergen, die den Konflikt mit dem Gast nach wie vor meiden.
Im Hotel Monopol werden die Gäste mit solchen Tischschildern zum sinnvollen Umgang mit dem Essen aufgefordert. (Bild: Neue LZ)

Im Hotel Monopol werden die Gäste mit solchen Tischschildern zum sinnvollen Umgang mit dem Essen aufgefordert. (Bild: Neue LZ)

Die Chefin des Luzerner Hotels Monopol, Brigitte Heller, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, in ihrem Hotel aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung vorzugehen. Mit ihren Tischstellern, welche die Gäste dazu auffordern, nur so viel Essen zu schöpfen, wie sie auch vertilgen können, sorgt sie für Furore. Brigitte Heller ist wegen ihres Engagements für den Swiss Award in der Kategorie Gesellschaft nominiert worden (Ausgabe vom 11. Dezember).

Noch im Mai, als Heller ihr Engagement in unserer Zeitung publik machte, zögerten andere Hotels noch, nachzuziehen. So meinte etwa Peter Reinle vom Hotel Terrace auf dem Titlis, dass es nicht die Aufgabe der Hotels sei, die Gäste zu erziehen. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sich auch andere Luzerner Hotels Gedanken über das Thema Lebensmittelverschwendung machen und sie bekämpfen – wenn auch mit anderen Mitteln.

«Flora»: Tischsteller zu plakativ

Die Direktorin des Ameron Hotel Flora, Jessica Ternes, findet das Aufmerksammachen auf Lebensmittelverschwendung sehr positiv. Die Tischsteller-Aktion wäre für sie jedoch zu plakativ und ist für ihren Betrieb nicht nötig. «Unser Frühstücksbuffet enthält nicht nur europäische Speisen. Unsere internationalen Gäste finden immer eine Auswahl an Gerichten, die sie kennen und auch gewohnt sind zu essen.» Damit, so Ternes, müsse nicht erst der Teller beladen werden, um dann am Tisch festzustellen, dass einem das eine oder andere gar nicht schmeckt. Zudem würden sie für das Frühstücksbuffet auch bewusst kleine Frühstücksteller wählen: «Diese können gar nicht gross überladen werden, sondern motivieren zu einem zweiten Gang ans Buffet.»

«Gäste im Vordergrund»

Auch im «Astoria» gebe es Resten, doch dies sei kein extremes Thema, deshalb könne von Tischstellern abgesehen werden, sagt Sales Managerin Fabienne Karli. Ähnlich tönt es beim Hotel Schweizerhof. Auch dort sind Tischsteller kein Thema. Vor allem auch, weil der «Schweizerhof» auf die Gästebedürfnisse direkt eingehe und den verschiedenen Nationalitäten auf dem Buffet Beachtung schenke, wie Leiter Verkauf und Marketing Roman Omlin ausführt. Er will sich nicht explizit zur «Monopol»-Aktion äussern und sagt lediglich: «In unserem Fünfsternehaus steht der Gast im Vordergrund, seine Wünsche werden erfüllt.»

Gespräch mit Gast suchen

Im Hotel Drei Könige an der Bruchstrasse wird auch auf Tischsteller verzichtet. Doch wenn es zu einer offensichtlichen Lebensmittelverschwendung kommt, werden die betreffenden Gäste persönlich darauf angesprochen, sagt Franziska Arnold von der Hoteldirektion. «Wir sprechen solche Gäste gezielt und persönlich an. Wir sagen ihnen, dass wir es begrüssen würden, wenn sie sorgfältiger mit den Lebensmitteln umgingen.»

In der Jugendherberge Luzern am Rotsee werden täglich über 150 Frühstücke verspeist. Die Schweizer Jugendherbergen haben Nachhaltigkeit seit Jahren in ihrem Betriebskonzept. So kommen Rüstabfälle in den Kompost, und Essensabfälle werden zu Biogas verarbeitet. Auch werden Gäste bereits beim Einchecken auf die gelebte Nachhaltigkeit aufmerksam gemacht, und es sind entsprechende Tafeln am Buffet angebracht. Betriebsleiter Basil Schmid: «Das Frühstücksbuffet ist im Preis inbegriffen. Es kann so viel gegessen werden, wie gewünscht wird, und die meisten können damit umgehen.»

Sandra Monika Ziegler

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