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VERSICHERUNGEN: Concordia sucht Käufer für Firmenkundengeschäft – 40 Mitarbeiter betroffen

Das Geschäft mit Lohnausfall- und Unfallversicherungen für Firmen läuft schleppend. Die Krankenkasse Concordia stösst es nun ab. 40 Mitarbeitende sind betroffen.
Am Concordia-Hauptsitz in Luzern wird es zu Entlassungen kommen. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 25 August 2017))

Am Concordia-Hauptsitz in Luzern wird es zu Entlassungen kommen. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 25 August 2017))

Rainer Rickenbach

Das Firmenkundengeschäft macht bei Concordia nur gerade 2 Prozent des Prämienvolumens aus. Das beläuft sich auf 2,5 Milliarden Franken. Die Sparte mit Versicherungen für Lohnausfall (Taggeld) und Unfälle am Arbeitsplatz ist nicht nur vergleichsweise klein, sondern beschert der Kasse auch rote Zahlen.

Auch viele andere Versicherungen tun sich schwer damit. «Seit Jahren leidet das Firmenkundengeschäft der Krankenversicherer und Privatversicherer in der ganzen Schweiz unter sehr schlechten Ergebnissen», sagt Concordia-Sprecherin Astrid Brändlin. Besonders das Kollektivtaggeldgeschäft bringe wegen des tiefen Prämienniveaus den Versicherungen nichts ein. Concordia hat darum beschlossen, das Firmenkundengeschäft per 1. Januar 2019 zu verkaufen, wie Recherchen unserer Zeitung ergeben haben. An wen, ist noch offen. Als Käuferinnen kommen andere Krankenkassen und Versicherungen in Frage. «Für Anbieter mit einem grossen Firmenkundengeschäft kann es durchaus interessant sein, unser Firmenkundengeschäft zu übernehmen», so Brändlin.

Rund 3000 Unternehmen mit einer Krankentaggeldversicherung und etwa 4500 mit einer Unfallversicherung sind Kunden bei Concordia. Das gesamte Portefeuille soll die Besitzerin wechseln. Für die Unternehmen ändert sich in diesem Jahr nichts. Sobald eine Käuferin gefunden worden ist, werden sie informiert. Nicht betroffen vom Verkauf sind die Krankenversicherungen mit Grundversicherung und Zusatzversicherungen, die Concordia in den Betrieben zu günstigeren Bedingungen anbietet.

40 Stellen gehen in Luzern verloren

Rund 40 Mitarbeitende beschäftigen sich am Hauptsitz in Luzern mit den Versicherungen für Lohnausfall und Unfälle am Arbeitsplatz. Brändlin: «Für sie wird bis Ende Jahr ein interner oder externer Wechsel notwendig.» Die Personalverantwortlichen hätten sich zum Ziel gesetzt, so viele der Betroffenen wie möglich an einer anderen Stelle bei Concordia weiterzubeschäftigen. Eine interne Stellenvermittlung ist bereits eingerichtet. «In Einzelfällen lassen sich Entlassungen aber nicht vermeiden», so Brändlin. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den langjährigen und älteren Mitarbeitenden. 55-Jährige und Ältere stehen unter Kündigungsschutz, da es für sie schwierig ist, neue Stellen zu finden. Zudem sind vorzeitige Pensionierungen ab 60 möglich.

«Sobald der Käufer bekannt ist, wird abgeklärt, wer beim neuen Arbeitgeber seine Arbeit fortsetzen kann», erklärt Brändlin. Ein externes Beratungsunternehmen unterstützt die Betroffenen. Auch ein Sozialplan liegt vor. Brändlin: «Wenn Kündigungen notwendig sind, erfolgen sie erst Ende Februar. Die meisten Gekündigten können aber ohnehin bis mindestens Ende dieses Jahres bei Concordia bleiben.» Concordia beschäftigt schweizweit 1200 Mitarbeitende, davon 550 am Hauptsitz in Luzern.

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