VERURTEILUNGEN: Sempach: Linke vermummt, Rechte bewaffnet

Das Amtsstatthalteramt Sursee hat fünf Männer zu Geldstrafen und/oder Bussen verurteilt. Diese waren an der Gedenkfeier zur Schlacht von Sempach vermummt oder trugen Waffen auf sich.

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Polizeiaufgebot bei der Gedenkfeier; im Hintergrund die linken Demonstranten. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Polizeiaufgebot bei der Gedenkfeier; im Hintergrund die linken Demonstranten. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Am 27. Juni des vergangenen Jahres fand in Sempach Stadt die Gedenkfeier zur Schlacht von Sempach statt. An diesem Anlass nahmen – neben zahlreichen Festbesuchern – auch rund 200 Personen von rechtsextremen Gruppierungen teil. Als Protest gegen die Teilnahme der Rechtsextremen demonstrierten rund 100 junge, linken Gruppierungen angehörende Personen gegen deren Anwesenheit in einer bewilligten Platzkundgebung der Jungsozialisten.

150 Franken Busse für Vermummung
Teilnehmer dieser Demonstration waren zeitweise vermummt und trugen teilweise Masken, Tücher, Kapuzen und andere Kopfbedeckungen. Mehrere Personen konnten durch polizeiliche Ermittlungen identifiziert werden. Sie wurden beim Amtstatthalteramt Sursee angezeigt.

Das Amtsstatthalteramt hat die Untersuchungen abgeschlossen und drei Männer wegen Verstoss gegen das Vermummungsverbot schuldig gesprochen. Sie wurden mit einer Busse von 150 Franken bestraft. Zudem haben sie die Untersuchungskosten zu bezahlen. Die Urteile sind rechtskräftig. Die drei Schweizer sind zwischen 19 und 23 Jahren alt und wohnen in Luzern, Littau und Retschwil.

Bis 3600 Franken Geldstrafe
Zudem wurden zwei Schweizer aus Kalthäusern (TG) und Troistorrents (VS) wegen verbotenen Waffentragens mit bedingten Geldstrafen zwischen 600 bis 3600 Franken und Bussen zwischen 350 bis 500 Franken bestraft. Die beiden Männer sind der rechten Szene zuzuordnen und hatten während der Schlachtfeier verbotene Waffen bei sich. Auch diese Urteile sind rechtskräftig.

scd