Verwirrung um die Lammschlucht

Die Regierung hat einen Stausee in der Lammschlucht abgelehnt. Rufen die Unterlegenen nun das Verwaltungsgericht an?

Drucken
Teilen
Die Brücke über die Lammschlucht bei Flühli. (Bild: Pius amrein/Neue LZ)

Die Brücke über die Lammschlucht bei Flühli. (Bild: Pius amrein/Neue LZ)

Die Initianten des Stausee-Projekts in der Lammschlucht wollen sich nicht geschlagen geben. Mitte Mai hat der Luzerner Regierungsrat entschieden, dass an diesem Ort ein Ausleitkraftwerk der CKW entstehen und der Stausee nicht weiter verfolgt werden soll. Nun melden sich die Verantwortlichen des Stausee-Projekts um den Flühler Unternehmer André Wermelinger und bemängeln den Entscheid.

Ende 2008 sollen die Verantwortlichen für den Stausee und das Kraftwerk Daten ausgetauscht haben. «Dabei kam der Stausee auf eine Produktionsmenge von 11,3 Gigawattstunden pro Jahr, das CKW-Projekt auf 12 Gigawattstunden pro Jahr. Nun weist das CKW-Projekt über ein Drittel mehr auf – 18,6 Gigawattstunden pro Jahr. Für mich ist diese plötzliche Verbesserung kaum erklärbar», sagt Gerold Schädler, der für die technische Ausarbeitung des Stausees verantwortlich ist. «Wir haben einen anderen Ausgang erwartet. Die betroffenen Gemeinden haben klar den Stausee bevorzugt», sagt er. So wäre die Erschliessung von Flühli-Sörenberg verbessert worden, wie in der «Wochenzeitung für das Emmental und Entlebuch» steht.

Die Initianten des Stausees sehen einen Gang ans Verwaltungsgericht als Option an. «Bis Mitte Juni werden wir sicher bei den Behörden eine Rechtsmittelbelehrung einfordern, welche die kantonalen Fachstellen offenbar vergessen haben», sagt André Wermelinger.

Sasa Rasic

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.