Verzichtet die SVP in vier Jahren?

Laut SVP-Präsident Josef Kunz ist es 2015 «eventuell sinnvoll, nicht zu den Regierungsratswahlen anzutreten». Sicher ist heute: Kandidaten mit Wahlchancen sind äusserst rar.

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Urs Dickerhof muss den Medienvertretern sein Scheitern bei den Regierungsratswahlen erklären. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Urs Dickerhof muss den Medienvertretern sein Scheitern bei den Regierungsratswahlen erklären. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Einen Tag nach dem zweiten Wahlgang scheint die Niederlage des SVP-Kandidaten Urs Dickerhof den Parteipräsidenten Josef Kunz doch stärker zu beschäftigen als am Sonntag vermutet werden konnte. «Es ist eventuell sinnvoll, in vier Jahren nicht mehr anzutreten. Die Mitteparteien helfen ja lieber den Linken als uns», sagt er. Kunz spricht die Liste «für Vernunft und Kontinuität» an, initiiert vom Surseer FDP-Nationalrat Otto Ineichen. Auf dieser Liste standen die Namen der beiden Bisherigen Marcel Schwerzmann (parteilos) und Yvonne Schärli (SP) sowie der neu antretenden Robert Küng (FDP) und Reto Wyss (CVP).

Kunz regt sich noch immer darüber auf, dass die Gespräche mit der CVP im Hinblick auf ein Zusammengehen für den zweiten Wahlgang «nichts gebracht» hätten.Eigene Fehler im Wahlkampf ortet Kunz bis dato keine gravierenden, die detaillierte Analyse stehe aber noch aus. Dafür glaubt der 66-Jährige einen weiteren Grund für das schwache Abschneiden von Urs Dickerhof gefunden zu haben: «Viele Mitte-Wähler waren noch immer frustriert über unseren Sieg bei den Kantonsratswahlen vom 10. April. Das haben sie uns mit der konsequenten Unterstützung ihrer Kandidaten heimgezahlt.» .

Für CVP-Präsident Martin Schwegler sind die Vorwürfe der SVP «eine Trotzreaktion». Die Partei solle «ihr Debakel doch einfach akzeptieren und die Fehler nicht immer bei den Anderen suchen». Und FDP-Präsident Peter Schilliger hält fest: «Dass sich die FDP für einen Alleingang entschieden hat, ist auch der SVP zuzuschreiben, deren Strategie nicht klar gewesen ist.»

Lukas Nussbaumer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.