VIDEO: Oberster Polizist zu umstrittenen Video befragt

Der Luzerner Polizeikommandant Beat Hensler ist am Samstag im Zusammenhang mit dem Video über die Verhaftungsaktion in Arth von einem Gremium des Kantonsrates befragt worden.

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Die Sondereinheit «Luchs» bei einer Show im November 2000. Bild Peter Appius/Neue LZ (Archiv)

Die Sondereinheit «Luchs» bei einer Show im November 2000. Bild Peter Appius/Neue LZ (Archiv)

Es gebe keine Hinweise, dass das Parlament bewusst unvollständig und falsch informiert worden sei, teilte die Kommission mit.

Hensler, Luzerner Polizeikommandant und Präsident der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz, wurde am Samstag vom Präsidium und der zuständigen Subkommission der Aufsichts- und Kontrollkommission (AKK) des Luzerner Kantonsrates befragt.

Und zwar ging es um die Vorfälle rund um das Video über den Einsatz der Sondertruppe «Luchs» von Anfang Juni 2005. Die Mitglieder seien in dem rund einstündigen Gespräch von Hensler ausführlich und offen informiert worden. Es sei auf alle Fragen eingegangen worden. Die Erläuterungen seien für das Gremium nachvollziehbar.

«Insbesondere ergaben sich keine Hinweise darauf, dass das Parlament bei den Antworten auf die parlamentarischen Anfragen vom Jahr 2005 bewusst unvollständig oder falsch informiert worden wäre», heisst es in der Mitteilung. Die AKK sehe deshalb keinen weiteren Handlungsbedarf. Zunächst sollen die Resultate des hängigen Strafverfahrens abgewartet werden.

In einer Sendung von «10 vor 10» war vergangenen Mittwoch publik geworden, dass bei einer Videoaufnahme der Verhaftungsaktion, bei der zwei unschuldige Männer festgenommen worden waren, möglicherweise eine Sequenz fehlt. Der zuständige Schwyzer Untersuchungsrichter Georg Boller beschloss, ein Gutachten zur Video-Aufnahme in Auftrag zu geben.

ap