Videokameras liefern unbrauchbare Bilder

Hat die Stadt für die Videokameras auf dem Bahnhofplatz unnötigerweise Geld ausgegeben? Fakt ist: Für die Fahndungsarbeit sind die Bilder nicht zu gebrauchen.

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Wird seit vier Jahren mit sechs Kameras überwacht: der Bahnhofplatz in Luzern. (Bild: Archiv Manuela Jans/Neue LZ)

Wird seit vier Jahren mit sechs Kameras überwacht: der Bahnhofplatz in Luzern. (Bild: Archiv Manuela Jans/Neue LZ)

Es ist eine niederschmetternde Bilanz, welche die beiden neuen Stadträte Manuela Jost und Adrian Borgula ziehen: «Die Videoüberwachung auf dem Bahnhofplatz hat keine Verbesserung der Situation gebracht. Ausserdem haben die Bilder eine schlechte Auflösung und sind für die Fahndungsarbeit der Polizei nicht brauchbar», sagt Baudirektorin Jost. Und Sicherheitsdirektor Borgula erklärt: «Die abschreckende Wirkung funktioniert auch nicht wie erhofft.»

Diese Aussagen erstaunen, denn von den sechs Videokameras, die den Bahnhofplatz seit Ende 2008 überwachen, hatte sich die Stadt viel versprochen, unter anderem «die Verhinderung und Ahndung von strafbaren Handlungen».

Es sind analoge Kameras

Wieso aber hat die Stadt überhaupt derart schlechte Videokameras installiert? Maurice Illi von der städtischen Stelle für Sicherheitsmanagement: «Damals hatte man sich bewusst für analoge Kameras entschieden. Zu dieser Zeit waren qualitativ hochwertige digitale Kameras noch nicht in dem Ausmass und zu den heutigen Preisen erhältlich. Und gerade bei schlechter Beleuchtung war damals die Qualität der Digitalkameras schlechter als diejenige von Analogkameras.»

Der Stadrat will die Kameras auf dem Bahnhofplatz nun wieder abschaffen.

bem

Kameras seit Ende 2008 in Betrieb

bem. Die sechs Videokameras, welche den Bahnhofplatz in Luzern überwachen, sind Ende 2008 installiert worden. Daneben betreibt die Stadt weitere 41 Videokameras, und zwar auf der Kapell- und der Spreuerbrücke, in der Stadtbibliothek, im Sozialzentrum Rex sowie im Stadthaus und im Stadthauspark.

Die Anschaffung und die Installation der Kameras (inklusive der Erneuerung der Brandschutz- Kameras auf der Kapell- und der Spreuerbrücke) haben die Stadt gemäss der Rechnung 2008 insgesamt 272 000 Franken gekostet.

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