Viel Volk an der Schweizerhof-Chilbi – aber nicht alle halten sich an die Maskenpflicht

Die Määs-Alternative mitten in der Stadt Luzern zieht am ersten Wochenende viele Besucher an. Mitorganisatorin Lisa Zanolla ist mit dem Start zufrieden.

Roman Hodel
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Rund um das Hotel Schweizerhof herrscht seit diesem Wochenende Hochbetrieb: Die kurzfristig ins Leben gerufene Schweizerhof-Chilbi zieht viel Volk an.

Bilder: Roman Hodel, Luzern, 4. Oktober 2020

Vor allem am Sonntagnachmittag war der Besucherauflauf zeitweise gross. Zu gross? «Ich hoffe und denke es nicht», sagte Mitorganisatorin und Schaustellerin Lisa Zanolla, die gerade an der Kasse der Niagara-Rutschbahn Jetons verkaufte.

Auf dem Areal zwischen dem Hotelgebäude und der Migros gilt zwar eine Maskenpflicht und grosse blaue Plakate weisen daraufhin,...

... doch es gibt keine Zutrittskontrolle. Entsprechend trugen nicht alle Besucher eine Maske, wie der Augenschein vor Ort zeigte. «Wir machen die Leute über die Lautsprecher mit Durchsagen regelmässig auf die Maskenpflicht aufmerksam, aber wir können natürlich nicht hinter jedem herlaufen», so Zanolla. Letztlich appelliere man an die Eigenverantwortung. Sie sagt:

«Abgesehen davon hat es auf der Hertensteinstrasse an einem Samstagnachmittag genau so viele Leute und die wenigsten tragen eine Maske.»

Bei den Verpflegungsständen vor dem Hotel besteht ohnehin keine Maskenpflicht. Dies weil es sich um den Essensbereich handelt und zudem ausreichend Platz vorhanden ist:

Das Schutzkonzept für die Schweizerhof-Chilbi, die auf Privatgrund stattfindet, ist gemäss Zanolla von Stadt und Kanton abgesegnet worden. Die Polizei habe an den ersten zwei Tagen mehrfach vorbeigeschaut und nichts beanstanden müssen.

Gestartet war die Schweizerhof-Chilbi am Samstag noch verhalten. Kein Wunder: Es regnete in Strömen. Doch dies änderte sich rasch, als am Nachmittag die Sonne kam. Im Unterschied zur Määs stellt Zanolla hier deutlich mehr Laufkundschaft fest. Will heissen: Die Besucher wechseln innert kurzer Zeit und bleiben nicht so lange. Was wohl auch am beschränkten Angebot liegt: Neben der Rutschbahn gibt es zwei Karusselle, ein paar Verpflegungs- und Marktstände sowie einige Schiess- und Spielbuden. Am meisten vorhanden sind wohl Flaschen mit Desinfektionsmittel – überall stehen welche zum Gebrauch bereit.

Vor dem Rösli schiessen wird desinfiziert

Wer zum Beispiel seiner Liebsten ein Rösli schiessen möchte, muss zwingend die Hände desinfizieren, bevor er das Gewehr in die Hand nimmt. Ebenfalls coronabedingt sind beispielsweise nur drei der fünf Niagara-Rutschbahnen offen. Das drückt gemäss Zanolla entsprechend auf den Umsatz. Trotzdem zieht sie eine positive Bilanz des ersten Chilbi-Wochenendes: «Die Leute sind froh über unser Angebot, der Grossteil trägt eine Maske, wo es nötig ist und hält genügend Abstand beim Anstehen.» Deshalb sei eine Zutrittskontrolle für den Hof kein Thema.

Hinweis: Die Schweizerhof-Chilbi dauert noch bis zum 18. Oktober

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