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Viele bleiben jahrelang von Sozialhilfe abhängig

Statistik Alleinerziehende Personen und deren Kinder sind überdurchschnittlich oft von Armut betroffen (siehe Haupttext). Doch gemäss dem Bericht der Berner Fachhochschule und der Städteinitiative Sozialpolitik lassen sich weitere Risikogruppen identifizieren:

Bildungsferne Personen: Betrachtet man den Ausbildungsstand der Sozialhilfebezüger, so erkennt man auch hier einen Trend. Mehr als die Hälfte aller Luzerner Sozialhilfebezüger hat keine berufliche Ausbildung.

Ausländer: Rund die Hälfte aller Sozialhilfefälle der Stadt Luzern sind ausländische Staatsangehörige. Damit ist deren Quote rund dreimal höher als jene der Luzerner mit Schweizer Pass.

Städter: Die Anzahl Sozialhilfefälle im Vergleich zur Bevölkerung – die sogenannte Sozialhilfequote – steigt in der Stadt Luzern kontinuierlich an und betrug im letzten Jahr 3,8 Prozent. Der ­kantonale Wert liegt klar darunter (siehe Grafik). Dies ist gemäss Stefan Liembd, Leiter Soziale Dienste der Stadt Luzern, insbesondere darauf zurückzuführen, dass sich gewisse Personengruppen in der städtischen Anonymität wohler ­fühlen und hoffen, in der Stadt eine Lösung ihres Problems zu finden. «Dazu ­gehören Alleinerziehende, ausländische Staatsangehörige oder Personen mit Drogenproblemen.»

Stadt Luzern zahlte letztes Jahr 45,5 Millionen Franken aus

Des Weiteren zeigt der Bericht auf, dass knapp ein Drittel aller Sozialhilfebezüger der Stadt Luzern weniger als ein Jahr lang von der Sozialhilfe unterstützt wird. «Rund ein Viertel aller Bezüger bleibt aber mehr als 5 Jahre in der Sozialhilfe. Immer häufiger wird diese zu einem ­Auffangbecken für die langfristige Existenzsicherung», sagt Stefan Liembd. ­Ursprünglich sei die Sozialhilfe dazu ­gedacht gewesen, in Notlagen vorübergehend Hilfe zu bieten.

Die Zunahme der Sozialhilfefälle verursacht hohe Kosten. Liembd: «Im Jahr 2016 hat die Stadt Luzern 45,5 Millionen Franken für die wirtschaftliche Sozialhilfe ausbezahlt.» (chi)

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