Viele Ferienreisende fälschen Arztrechnungen

Nach den Sommerferien haben die Prüfstellen der Krankenkassen in Luzern Hochbetrieb: Sie schlagen sich mit Betrügern herum.

Drucken
Teilen
Eine gefälschte Arztrechnung. Der Scanner zeigt: Die Ziffer 4 wurde nachträglich vor die 30 hingeschrieben. (Bild: PD)

Eine gefälschte Arztrechnung. Der Scanner zeigt: Die Ziffer 4 wurde nachträglich vor die 30 hingeschrieben. (Bild: PD)

Immer häufiger versuchen Versicherte mit gefälschten Arzt- und Spitalrechnungen aus dem Ausland Geld von den Versicherungen zu ergaunern. Allein bei der CSS-Versicherung beträgt die Deliktsumme pro Jahr mittlerweile 200'000 Franken. Rund 200 Fälle werden jährlich aufgedeckt. Jetzt, nach den Sommerferien, herrscht bei der Abteilung Auslandleistungen am CSS-Hauptsitz in Luzern Hochbetrieb.

Krankengeschichte frei erfundenHäufig spannen Versicherungen für solche Abklärungen im Ausland die Firma Medicall ein. «Die Zahl der aufgedeckten Fälle nimmt merklich zu», sagt der stellvertretende Geschäftsführer Oliver Wagner. Ein besonders dreistes Beispiel: Ein Mann, kerngesund, kommt aus den Ferien im Libanon zurück. Mit im Gepäck ein Arztbericht samt Röntgenbild und Laboruntersuchungen. Die Krankenversicherung soll ihm die 30'000 Franken an Behandlungskosten zurückerstatten. Die Versicherung ist skeptisch, lässt Nachforschungen anstellen und entlarvt den Betrüger.

bin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.