Vier Jahre für Tankstellenräuber

Versuchter Raub, Diebstahl, Hehlerei, Raufhandel, unerlaubter Waffenbesitz, Drogendelikte und Autofahren trotz entzogenem Führerausweis: Das Kriminalgericht Luzern hat einen Kriminellen wegen diversen Taten zu einer vierjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

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Symbolbild Gefängnis Haft Kriminell hinter Gitter (Archivbild: Roger Grütter/LZ)

Symbolbild Gefängnis Haft Kriminell hinter Gitter (Archivbild: Roger Grütter/LZ)

Der Fall ereignete sich vor bald drei Jahren: Am 20. Februar 2014, kurz nach 22 Uhr, wollten die beiden Verkäuferinnen des Coop-Pronto-Tankstellenshops an der Hauptstrasse in Reussbühl den Laden durch den Hintereingang verlassen. Als sie die Türe öffneten, drangen zwei maskierte Männer ein, einer von ihnen mit einer Schreckschusspistole bewaffnet. Die Männer bedrohten die Tankstellen-Mitarbeiterinnen und wiesen sie an, den Safe zu öffnen. Da die Verkäuferinnen aber den Code nicht kannten, blieben die Räuber ohne Beute. Sie fesselten die Frauen im WC und flohen. Diese konnten sich kurz darauf befreien und alarmierten die Polizei.

Der Anführer dieses versuchten Raubes wurde nun Mitte November vom Kriminalgericht des Kantons Luzern zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Fast ein ganzes Jahr Haft wird ihm dabei angerechnet: 111 Tage Untersuchungshaft sowie 252 Tage vorzeitiger Strafvollzug. Der Beschuldigte muss Verfahrenskosten über 17'000 Franken zahlen.

Happiges Sündenregister

Die Verurteilung erfolgte im abgekürzten Verfahren. Das bedeutet, die klagenden Parteien und der Beschuldigte sind sich über den Sachverhalt einig, der Mann akzeptiert die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe und die Strafe.

Und die Liste der Vorwürfe – der versuchte Tankstellenraub war längst nicht der einzige Verstoss des Mannes gegen das Gesetz – ist lang und happig: Gemäss dem Gericht ist er unter anderem schuldig des versuchten Raubes, des mehrfachen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des Raufhandels und der Hehlerei. Darüber hinaus hat er in den Jahren 2014 und 2015 mehrmals gegen das Waffen-, Betäubungsmittel- und das Strassenverkehrsgesetz verstossen. Beispielsweise kaufte er Kokain, um dieses zu verschenken, oder fuhr bekifft und ohne Ausweis Auto. Das Urteil ist rechtskräftig.

lb