VIERBEINER: Bis Ende Juli gehören Luzerner Hunde an die Leine

Ab Freitag dürfen Luzerner Hunde im Wald und am Waldrand nur an der Leine spazieren geführt werden. Der Leinenzwang gilt bis Ende Juli und soll verhindern, dass freilaufende Hunde Wildtiere hetzen, verletzen oder töten.

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Ab dem 1. April gilt in Luzerner Wäldern und am Waldrand wieder Leinenzwang. (Archivbild Neue LZ)

Ab dem 1. April gilt in Luzerner Wäldern und am Waldrand wieder Leinenzwang. (Archivbild Neue LZ)

Wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte, ist die Hunde-Leinenpflicht seit 2014 in der kantonalen Jagdverordnung festgehalten. Demnach müssen vom 1. April bis Ende Juli Hunde im Wald und am Waldrand an die Leine genommen werden.

Ziel der Leinenpflicht sei es, die Situation in jenen Gebieten zu beruhigen, in denen im Frühling die Wildtiere ihre Jungen bekommen und aufziehen, teilte die Staatskanzlei mit. Bodenbrütende Vögel und junge Wildtiere würden so vor Gefährdungen und Störungen geschützt.

Zu den Arten, die diesen Schutz bedürfen, gehören etwa Waldschnepfe, Waldlaubsänger, Haselhuhn oder Auerhuhn, sowie Rehe, Feldhasen, Füchse und Dachse.

In den Naturschutzgebieten müssen Hunde ganzjährig an der Leine geführt werden.

Das sind die gesetzlichen Bestimmungen

Kantonale Jagdverordnung (Artikel 31 a)

1 Hunde sind vom 1. April bis 31. Juli im Wald und am Waldrand an der Leine zu führen.
2 Die Einschränkung gilt nicht für Jagd-, Herdenschutz- sowie Diensthunde des Polizei- und Rettungswesens.

Hundehalterverordnung (Artikel 3)

In öffentlich zugänglichen Lokalen, wie namentlich in Wirtschaften und Verkaufsläden, in Naturschutzgebieten, in Parkanlagen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf verkehrsreichen Strassen sind Hunde an der Leine zu führen, soweit nicht nach eidgenössischen, kantonalen oder kommunalen Bestimmungen ein Betretverbot besteht.

sda/rem

Ein Rehkitz liegt regungslos im hohen Gras. (Bild: PD / Gregor Rösli)

Ein Rehkitz liegt regungslos im hohen Gras. (Bild: PD / Gregor Rösli)