Vierwaldstättersee
Hochwasser kostet die SGV jeden Tag eine Viertelmillion Franken

Wegen des Hochwassers musste die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees während neun Tagen den Betrieb einstellen – mitten in der Hochsaison. Umso grösser ist die Freude, dass es am Freitag wieder los geht.

Martin Messmer
Merken
Drucken
Teilen
Fällt aus: Die Anzeigetafel der SGV am Bahnhofplatz Luzern am Tag, als die SGV den Betrieb einstellen musste.
4 Bilder
Die Schiffsstation Buochs. Der Pegel des Vierwaldstättersees ist zu hoch, die Schifffahrt wurde vorübergehend eingestellt.
Schiffe im Hafen in der Stadt Luzern am 14. Juli 2021: An diesem Tag musste die SGV die Schifffahrt einstellen wegen Hochwasser.
Hier konnten keine Schiffe anlegen.

Fällt aus: Die Anzeigetafel der SGV am Bahnhofplatz Luzern am Tag, als die SGV den Betrieb einstellen musste.

Bild: Martin Messmer (Luzern, 14.7.2021)

Am Mittwoch, 14. Juli, war es einfach zu viel: Der Pegel des Vierwaldstättersees befand sich damals bereits dramatisch deutlich in der zweithöchsten Gefahrenstufe 4. Für die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees war es nicht mehr möglich, den Kursbetrieb unter diesen Bedingungen sicher aufrechtzuerhalten, folglich musste dieser eingestellt werden.

Normalerweise 15'000 Passagiere pro Tag im Sommer

Die Freude bei den Schiff-Fans und der SGV ist gross, dass nun der Kursbetrieb wieder aufgenommen werden kann am Freitag. Neun Tage dauerte somit die Betriebseinstellung auf dem Vierwaldstättersee, und nun lassen sich die Ertragsausfälle beziffern, die sich daraus ergeben. «Das Hochwasser traf die SGV zusammen mit der Schiffsgastronomie hart. In der Hochsaison mit durchschnittlich knapp 15'000 Passagieren pro Tag den Betrieb einzustellen, war ein herber Schlag.»

Der Umsatzverlust der Schifffahrt und der Schiffsgastronomie wird von der SGV mit rund 250'000 pro Tag beziffert, was bei neun Tagen Betriebsausfall also etwa 2,25 Millionen Franken ausmacht. Immerhin: Ein Teil des Betriebsausfalls ist glücklicherweise durch Versicherungsleistungen gedeckt, teilte die SGV weiter mit.

Mitarbeitende mussten daheim bleiben

Auch die Mitarbeitenden auf den Schiffen und an den Verkaufsstellen rund um den See waren vor der Betriebseinstellung betroffen. Sie waren entweder «unfreiwillig zu Hause oder mussten Schutzmassnahmen gegen das Hochwasser treffen», schreibt die SGV.

Doch ab Freitag haben die Mitarbeitenden an Bord und zu Land wieder alle Hände voll zu tun: Der reguläre Fahrplan der SGV wird wieder vollständig eingehalten, «auch die beliebten kulinarischen Schiffsfahrten sind ab Freitag wieder möglich», freut sich die SGV.