VIERWALDSTÄTTERSEE: Munition in Schweizer Seen wird geortet

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wird – koordiniert mit den Anliegerkantonen des Vierwaldstättersees – die Ortungsarbeiten für abgelagerte Munition weiterführen.

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Auch in den Tiefen des Vierwaldstättersees liegen Munitions-Reste. (Bild Daniel Schriber/Neue SZ)

Auch in den Tiefen des Vierwaldstättersees liegen Munitions-Reste. (Bild Daniel Schriber/Neue SZ)

Die Arbeiten erfolgen im Oktober im Thuner-, Brienzer- und Vierwaldstättersee, kündigt das VBS an. Die in diesem Herbst stattfindende Kampagne erfolge mit dem Einsatz modernster Technologie und habe zum Zweck, die Munitionsobjekte genauer zu lokalisieren und insbesondere deren Überdeckung mit Seesedimenten zu ermitteln, heisst es.

Mit Spezialgeräten sollen gleichzeitig auch einzelne Munitionsproben entnommen werden. Diese sollen wissenschaftlich untersucht werden um den heutigen Zustand der Munition sowie deren Langzeitverhalten beurteilen zu können. Eine eigentliche Bergung der Munition ist laut VBS jedoch nicht das Ziel dieser Probeentnahmen und nach wie vor nicht geplant.

Bereits vor einem Jahr wurden grossflächig die Ablagerungsgebiete von Munition im Thuner-, Brienzer- und Vierwaldstättersee überprüft und vermessen. Dabei wurden die vermuteten Versenkungsbereiche bestätigt und darin Zonen mit Ablagerungskonzentrationen geortet. Die bisherigen übrigen Untersuchen bestätigen, dass von der versenkten Munition keine Explosivstoffe in die Seen gelangen. 

ana