VIERWALDSTÄTTERSEE TOURISMUS: Schwyz und Luzern springen ab

Ob- und Nidwalden bilden neu das Kerngebiet von Vierwaldstättersee Tourismus. Der Rückzug der anderen Partner hat auch politische Gründe.

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Dominic Keller, der Tourismusdirektor der Seegemeinden. (Bild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Dominic Keller, der Tourismusdirektor der Seegemeinden. (Bild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Die Kantone Ob- und Nidwalden bilden künftig das Kerngebiet von Vierwaldstättersee Tourismus. Zwangsläufig, denn Weggis Vitznau Rigi Tourismus und die meisten Tourismusorganisationen am Schwyzer Teil des Vierwaldstättersees ziehen sich aus der Organisation zurück. Neu werden die Seegemeinden mit Luzern Tourismus zusammenarbeiten.

«Es ist ein politisch-strategischer Entscheid», erklärt Dominic Keller, Tourismusdirektor der Seegemeinden. Mit dem neuen Tourismusleitbild, das derzeit im Kanton Luzern erarbeitet wird, gebe es auch einen gewissen Druck, die Kräfte im Kanton zu bündeln. «Wir sind überzeugt, dass der Wechsel sinnvoll ist», so Keller. «Die Marke Luzern ist weltweit bekannt, und Luzern Tourismus hat auch sehr gute Verbindungen in die neuen Märkte wie Russland oder China.» Dies solle aber nicht heissen, dass Vierwaldstättersee Tourismus schlechte Arbeit geleistet habe, betont Keller.

Doppelspurigkeiten vermeiden
Der Kanton Schwyz verdoppelte bis anhin die Beiträge der lokalen Tourismusorganisationen an Vierwaldstättersee Tourismus. Etwas über 30 000 Franken habe man dafür jährlich eingesetzt, sagt Regierungsrat Kurt Zibung, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements. Aber: «Wir müssen unsere Mittel konzentriert einsetzen.» Deshalb wolle man sich künftig hauptsächlich auf Schwyz Tourismus und Luzern Tourismus als Dachorganisationen konzentrieren. «Es ist ein strategischer Entscheid», erklärt Zibung.

Kritik aus Obwalden
Aus Obwalden schlägt Vierwaldstättersee Tourismus hingegen Kritik aus der Politik entgegen: Im Rahmen der Vernehmlassung zum Tourismusgesetz haben mehrere Parteien den Leistungsausweis von Vierwaldstättersee Tourismus in Frage gestellt. So fordert die CVP die Gründung einer Dachorganisation in Obwalden, weil gegenüber Vierwaldstättersee Tourismus ein regionaler Verband, der die eigenen Interessen vertrete, fehle.

ca/map


Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.