VIERWALDSTÄTTERSEE:: Wakeboarder halten sich an neue Spielregeln

Nie vor 9 Uhr morgens und nie näher als 500 Meter ans Ufer: Die freiwilligen Regeln für Wakeboarder auf dem Vierwaldstättersee gelten auch weiterhin.

Pd/Rem
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Ein Wakeboarder unterwegs auf dem Zugersee. Die freiwilligen, neuen Regeln gelten für den Vierwaldstättersee. (Bild: Archiv Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Ein Wakeboarder unterwegs auf dem Zugersee. Die freiwilligen, neuen Regeln gelten für den Vierwaldstättersee. (Bild: Archiv Stefan Kaiser/Neue ZZ)

In der ersten Juniwoche dieses Jahres setzten sich die wichtigsten Vertreter der Wakeboard-Szene, der Wasserpolizei und die Leiter der kantonalen Schifffahrtsämter von Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden sowie Luzern erneut an einen Tisch und diskutierten die Ergebnisse des zweijährigen Pilotversuchs.

«Die Erfahrungen sind positiv», wird Peter Kiser, Sekretär der interkantonalen Schifffahrtskommission Vierwaldstättersee, in einer Mitteilung zitiert. Seit 2011 gelten auf dem Vierwaldstättersee freiwillige Regeln: Wakeboarden ist nicht vor 9 Uhr am Morgen erlaubt. Zudem sollen sie einen Abstand von 500 Metern zum Ufer einhalten.

Die befristete Vereinbarung wird nun auf unbestimmte Zeit weitergeführt. Der Kompromiss werde von den Wakeboardern toleriert, auch wenn sie längere Anfahrtswege oder Ausweichrouten in Kauf nehmen müssen. Durch die Einschränkungen wird der Wellenschlag an den Seeufern vermindert. Der Lärm für Seeanwohner hält sich in Grenzen. Das komme auch den morgendlichen Ruderern und Fischern entgegen, heisst es weiter.

Einschränkungen in Küssnacht und Alpnach

Im schwyzerischen Teil des Küssnachter Seebeckens kann bis auf die Höhe Merlischachen/Burg das Wakeboarden nicht ausgeübt werden. Auf dem Alpnachersee bestehen seit 2006 spezielle Einschränkungen: Generell vor 9 Uhr von Montag bis Freitag zwischen 17.30 und 19.30 Uhr ist das Wakeboarden verboten. Der Uferabstand beträgt 300 Meter.