Vignettenknatsch im «Knallfrosch»

Angriffig und schonungslos: So zeigt sich der diesjährige «Knallfrosch», die Fasnachtszeitung der Wey-Zunft. Am Donnerstag wurde das Blatt offiziell vorgestellt.

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Die frischgedruckte Ausgabe des Knallfrosches wird verteilt. (Bild: PD)

Die frischgedruckte Ausgabe des Knallfrosches wird verteilt. (Bild: PD)

Und inhaltlich bekommen dabei insbesondere die Luzerner Stadträte ihr Fett weg. Allen voran «Schtursi Ämmer» (Ursula Stämmer) wegen den zuerst angekündigten und später widerrufenen Vignetten für Fasnachtswagen. Der «Knallfrosch» hat dies zum Anlass genommen, kurzerhand eine «Rauschtrinkervignette» und eine «Kinderwagenvignette» einzuführen.

Neue rosarote Partei

Aber auch sonst kriegen bekannte Luzerner durchs Band einen auf den Deckel. Zum Beispiel Miss Schweiz Kerstin Cook («Biologische Lügen haben lange Beine») oder Regierungsrat Toni Schwingruber («Hinterlässt definitiv eine Bildungslücke»).

Zudem wird die Gründung einer neuen Partei bekannt gegeben: Die Rosarote Knallfrosch Partei (RKP). Deren Motto lautet: «Wer eine Orgel bauen will, braucht Pfeifen.»

Pfahlbauer pflanzen «Ämmer Meischterbölle»

Auch das sportliche Aushängeschild der Innerschweiz bleibt vor den scharfzüngigen Seitenhieben des Blattes nicht verschont. So erscheinen die gutbezahlten Profifussballer des FC Luzern als Pfahlbauer verkleidet auf einem Gruppenfoto, um die längst vergessene und von Baggern ausgehobene Pfahlbausiedlung auf der Allmend wieder aufleben zu lassen.

Ausserdem soll der nach dem Meistertitel von den Fans in alle seine Einzelteile zerlegte Rasen des Gersags in einen blühenden Acker umgewandelt werden. Gezüchtet wird dann eine spezielle blauweisse Kartoffelsorte mit dem exklusiven Namen «Ämmer Meischterbölle».

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HINWEIS
Der «Knallfrosch» wird in Luzern, Kriens, Emmen, Ebikon, Horw, Adligenswil und Meggen allen Haushaltungen zugestellt. Zudem kann man die 80-seitige aktuelle und auch die früheren Ausgaben im Internet unter www.knallfrosch.info kostenlos abrufen.